Die Haltung macht’s

Eine Geschichte lebt von Spannung, vom Überraschungsmoment und von Steigerungen. Davon wird erzählt. Doch das muss ja auch irgendwie rüberkommen. Wenn Ihr eine Geschichte erzählt, sollen die Zuhörenden mitfiebern, mitdenken, sich fesseln lassen und mitfühlen.

Das gelingt Erzählenden, wenn sie mit der Geschichte „mitgehen“. Dabei spielt die Körperhaltung beim packenden Erzählen eine wichtige Rolle. Denn wenn es gerade so richtig spannend ist, und der Erzähler oder die Erzählerin hängen irgendwie schlaff auf der Couch, bleibt vom Nervenkitzel nicht viel übrig. Also: Ein bisschen Spannung bitte! Und zwar nicht nur in durch passende Worte, sondern eben auch im Körper.

Durch unsere Gestik, Mimik und Körpersprache erzählen wir mit. Körperspannung, ein gespannter Gesichtsausdruck und weit aufgerissene Augen erzählen bei aufregenden Passagen mehr als Worte. So ist Euch die Aufmerksamkeit der Zuhörenden sicher!

Beitragsbild: CC0, © Myriams-Fotos / Pixabay

Eine Geschichte in 60 Wörtern

Ein indianisches Sprichwort sagt: „Sprich von Herzen und fasse dich kurz.“ Klar, damit ist gemeint, dass Plaudertaschen doch auch mal die Luft anhalten und andere zu Wort kommen lassen sollten. Oder sich eben auf den Kern der Sache zu konzentrieren und nicht so viel um den heißen Brei herum zu reden.

Und auch eine Geschichte lässt sich ganz nach diesem Motto erzählen. Mit wenigen Wörtern das sagen, was erzählt werden soll. Wir vom Geschichten-Planet haben es versucht. Hier kommt unser Ergebnis. Die Geschichte eines Familienausflugs, erzählt in 60 Wörtern:

Drei Taschen – zwei mit Proviant.
Erster Stopp: Tankstelle!
Zweiter Stopp: Stau.
„Wann sind wir da?“

Nach einer Stunde: Juhu, ein Parkplatz!
Kassenhäuschen: Erste Schlange.
Im Terrarium: zweite bis fünfte Schlange.
Vor dem Toilettenhäuschen: sechste Schlange.
Sonnencreme vergessen.
Schattenplatz ergattert.

Dann 20 Gehege in 30 Minuten.
Eis für alle? Siebte Schlange.
Heimfahrt: Herrliche Ruhe – Kinder schlafen.
Was für ein toller Familienausflug!

Jetzt seid Ihr an der Reihe! Versucht, eine Geschichte mit so wenig Wörtern wie möglich zu erfinden. Trotzdem soll die Geschichte Sinn ergeben. Wir wünschen Euch viel Spaß dabei!

Beitragsbild: CCO, © / Alexas_Fotos pixabay

Sieben Dinge, die beim Geschichtenerfinden helfen

Geschichten zu erfinden macht Spaß! Doch nicht immer liegt die passende Idee direkt vor Euren Füßen. Wenn Ihr in Gedanken gerade mit dem Ärger im Büro, der kniffligen Matheaufgabe aus den Hausaufgaben oder der Planung des nächsten Großelternbesuchs beschäftigt seid, hat Euer Gehirn gerade keine Kapazitäten mehr für aufregende, lustige oder originelle Geschichten.

Damit die Fantasie wieder Platz bekommt, helfen Dir sieben Dinge:

1. Guck Löcher in die Luft!
Hilft wirklich! Wir müssen schließlich auch mal nichts tun. Dann kann unser Geist wieder zur Ruhe kommen. Und Einfälle flattern ganz von selbst wieder in unseren Kopf.

2. Geh mal eine Runde um den Block
Beim Bewegen kann unser Denken mal ein bisschen Pause machen. Denn unser Körper hat dann noch was anderes zu tun. Viele gute Ideen entstehen beim Gehen.

3. Mal eine liegende Acht in die Luft
Die liegende Acht soll unsere beiden Gehirnhälften wieder miteinander verbinden. So tauchen plötzlich Bilder auf, und die passenden Worte zu den Bildern formulieren sich ganz von selbst.

4. Sag laut: „Stopp!“
Wenn gar nichts hilft, um das Gedankenkarussell anzuhalten: einfach mal „Stopp!“ sagen. Und zwar laut und deutlich. Vielleicht müssen wir eben auch mal von uns selbst hören, dass die Grüblerei genug ist. Und dass es wieder Zeit ist, sich schönen Gedanken zuzuwenden.

5. Kritzle ein Blockblatt voll
Kritzeln kann Spannungen lösen. Denn so wird der Bewegungsdrang, der durch Stress entsteht, zumindest ein bisschen befriedigt. Kritzeln hilft uns übrigens nicht nur dabei, Stress abzubauen und wieder Kapazitäten für Kreativität zu haben. Auch bei herausfordernden Telefonaten bringt uns Gekritzel leichter ins Gleichgewicht.

6. Schneide Grimassen
Kein Witz! Durch Muskelkontraktionen im Gesicht stimulieren wir wichtige Punkte, die an unser Gehirn melden: Alles gut! Und mit guter Laune haben wir häufig auch kreative Einfälle.

7. Schreib drei Minuten lang alle Deine Gedanken auf, ohne dabei abzusetzen
Erst denken, dann reden (bzw. schreiben) gilt hier mal nicht. Während Du sozusagen in einem Rutsch durchschreibst, denkst du gleichzeitig. Und dadurch hältst Du Deine spontanen Gedanken schriftlich fest. Lies Dir nach den drei Minuten durch, welche Gedanken Du so spontan niedergeschrieben hast. Vielleicht ist ja schon DIE Idee für Deine nächste Geschichte dabei.

Viel Spaß beim Ausprobieren und Geschichtenerfinden wünschen Euch Petra und Michael vom Geschichten-Planet!

Beitragsbild: CC0, © Jery Kiesewetter / unsplash

Unsere Bücher zum Mutter- und Vatertag

Ganz klar: Muttertag und Vatertag kann man als reine Kommerz-Veranstaltungen betrachten. „Ich mag meine Mama und meinen Papa schließlich das ganze Jahr über – und nicht nur im Mai“, werdet Ihr Euch sicher denken.

Aber, andererseits: Schaden kann es ja wohl kaum, wenn man zwei Tage im Jahr ganz den Eltern und dem Familienleben widmet, oder? Wenn Ihr Euren Eltern außerdem eine Mitbringsel-Freude machen wollt, haben wir einen Tipp in eigener Sache für Euch: Michael hat für den Verlag Herder zwei kleine Geschenkbücher geschrieben, die jeweils Mama und Papa in den Mittelpunkt stellen. In humorvollen und hintergründigen Geschichten werden Eltern als das dargestellt, das sie nun mal sind: echte Helden.

… und speziell zum Vatertag eignet sich auch sein Buch „100 Dinge, die MANN einmal im Leben getan haben sollte“, erschienen im GROH Verlag.

Unsere – natürlich gänzlich voreingenommene – Empfehlung, um zum Mutter- oder Vatertag mit einer Aufmerksamkeit „Danke!“ zu sagen.

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Beitragsbild: CC0, © Markus Spiske, pexels

Stellt mal Wörter auf den Kopf

Mit Worten und Sprache kann man richtig tolle Sachen machen. Natürlich (…wer hätte das jetzt hier vermutet?) auch Geschichten erzählen! Aber Worte können noch viel mehr. Sie können sich reimen. Sie können verschieden klingen. Oder gleich, obwohl man sie ganz anders schreibt. Macht Euch doch mal gemeinsam auf die Suche nach solchen Besonderheiten. Oder erfindet Reime.

Was ganz Außergewöhnliches können einige besondere Worte: Ihr könnt sie gewissermaßen auf den Kopf stellen – also rückwärts lesen –, und sie ergeben immer noch Sinn. Das sind sogenannte Palindrome. Probiert doch mal „Regallager“ aus, „Legovogel“ oder das längste Palindrom, den „Reliefpfeiler“. Es gibt auch Wörter, die sich vorwärts und rückwärts (also normal und „auf dem Kopf“) lesen lassen, dann aber etwas anderes bedeuten – wie etwa „Nebel“. Das ganze funktioniert sogar mit mehreren Wörtern oder ganzen Sätzen! Ein Beispiel: „Alle Bananen, Anabella!“

Fällt Euch noch mehr ein? Viel Spaß dabei!

Bild © Tim Gouw / unsplash

Ausreichend Zeit, ohne ständig zu „ziehen“

Ja, ja, die Kinder haben es gut …  Die haben Zeit, können ganz unbeschwert spielen und leben einfach so in den Tag hinein. Wirklich? Das scheint mir ein sehr verklärtes Bild von Kindheit zu sein. Heute erlebe ich immer häufiger, dass Kinder einen vollen Terminkalender haben, durchgetaktet sind und schon frühzeitig die Weichen für die Zukunft gestellt werden.

Manchmal möchte ich echt gerne rufen: „Lasst doch endlich mal die Kinder in Ruhe!“ Denn schließlich hat das afrikanische Sprichwort nach wie vor Bestand: „Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.“ Im Gegenteil: Zartes Gras reißt man durch zu starkes Ziehen auch schnell mal aus.

Darum mein Tipp für diese Woche: Schafft Platz, Raum und Zeit für Euch und Eure Kinder! Nutzt die unverplante Zeit zum … Nichtstun, Spielen, Lesen, Erzählen, Erholen, Träumen und zu allem, was Euch Spaß macht. Und wenn Ihr genau das gefunden habt, was Euch am meisten Freude bereitet, dann handelt ganz nach dem Moto: „Mehr des Guten!“

Bild © Jared Sluyter / unsplash28

E-Book vs. Papier

Eine Redakteurin eines Verlages, mit dem ich zusammenarbeite, bezeichnet ihre Leser als „Generation E-Book“. Seit vielen Jahren ist das Lesen von Büchern auf elektronischen Lesegeräten oder Tablets für viele eine gute Alternative zum herkömmlichen Buch. Wie ist das bei Euch? Ich persönlich bevorzuge auf alle Fälle die Papierausgabe eines Buches. Ich liebe es, am Papier zu schnuppern, das Rascheln der Seiten zu hören. Oder mein Lesezeichen zu platzieren, und dann beim nächsten Aufschlagen dann doch erst einmal eine Seite zurückzublättern.

Was Kinder betrifft, sollte auf alle Fälle das gedruckte Buch zum Anfassen die erste Wahl sein. Denn Kinder lernen und erleben nicht eindimensional, sondern wollen mit allen Sinnen angesprochen werden. Und ein Buch aus Papier bietet da eben weitaus mehr als eine Kindergeschichte auf dem Lesegerät zu betrachten. Wenn Kinder Bücher „be-greifen“, riechen und erleben dürfen, spricht übrigens sicherlich nichts dagegen, ein paar Kinder-E-Books als „Notfall-Paket“ für Wartezimmer, Autofahrt und Co. im Gepäck zu haben.

Bild ©Janko Ferlic / unsplash21

 

Heute schon gut erzogen?

Viele Eltern wünschen sich, dass ihre Kinder gute Manieren haben und „gut erzogen“ rüberkommen. Was hat das denn mit Liebe zu tun? Ganz einfach: Eine der wohl bekanntesten Kinderbuchautorinnen Astrid Lindgren hat einmal gesagt: „Gebt den Kindern Liebe, mehr Liebe und noch mehr Liebe, dann stellen sich die guten Manieren ganz von selbst ein.“

Erleben die Kinder Geborgenheit, Aufmerksamkeit, Sicherheit und Zuwendung – bedingungslose Liebe eben – können sie sich entfalten. Dabei lernen sie ganz nebenbei, welche Werte es in der Familie gibt und was im Zusammenleben mit anderen wichtig ist. Liebe führt also zu guten Manieren.

… Irgendwie eine ermutigende Gleichung, oder?

Bild: © Kelly Sikkema / unsplash

Wie richtig gut zuhören wirkt

„Zuhören – das kann doch jede(r)!“ – Nein, ganz und gar nicht! Ich erlebe immer wieder, dass ich jemandem etwas erzähle. Und der ist gleichzeitig noch mit etwas anderem beschäftigt. Das ist nun wirklich nicht die beste Voraussetzung, um sich verstanden zu fühlen. Gleichzeitig kenne ich das natürlich auch bei mir: Ich höre zu – hänge aber in Wirklichkeit meinen eigenen Gedanken nach oder feile schon an meiner Antwort, während mein Gegenüber noch spricht.

Für gutes Zuhören braucht es nicht nur Ohren, sondern auch die Bereitschaft, sich ganz und gar auf den anderen einzulassen. Und sich dabei von keiner Tätigkeit und auch nicht von eigenen Impulsen und Gedanken stören zu lassen. Das hat etwas mit Achtsamkeit zu tun: Sich ganz und gar auf den Moment, auf das Zuhören einlassen. Sonst nichts.

Egal, ob es darum geht, einer Erzählung zu lauschen oder dem Bericht über das Erlebnis des Kindes auf dem Spielplatz: Nimmt sich jemand wirklich Zeit zum Zuhören, ist mit den Gedanken bei der Sache und will nicht mit seiner „Story“ dazu möglichst schnell punkten, dann entsteht etwas ganz Besonderes!

Bild: © Cheryl Casey / fotolia

Die richtige Balance zwischen Reden und Schweigen finden

Klar, über ein Erlebnis, eine gehörte Geschichte oder einen Film, den man gemeinsam gesehen hat, will man reden. Das geht uns wohl allen so: Erwachsenen wie Kindern. Wir erzählen uns gegenseitig, wie unser Tag war. Wir sprechen darüber, was der kleine Hase in dem Buch so alles erlebt hat. Wir reden noch monatelang über den gemeinsamen Ausflug am Wochenende.

Doch manchmal braucht es auch das gemeinsame Schweigen. Die Stille, in der jeder seinen Gedanken nachhängen kann. In der Kinder oder Erwachsene das Gehörte oder die eigenen Gedanken sortieren können. Eine indianische Weisheit sagt: „Achte auf die Stille und bewahre sie, denn sie birgt alle Träume des Menschen.“

In diesem Sinne wünschen wir Euch viele gute Gespräche und viel Zeit, um – miteinander oder jeder für sich – die Stille zuzulassen und zu genießen.

Bild © Kate Williams / Unsplash