„Anpfiff mit Hindernissen“

Petra stellt den Titel „Anpfiff mit Hindernissen“ von Martin Klein vor; illustriert von Markus Spang, erschienen bei FISCHER Duden Leseprofi (für Klasse 1):

Gleich vorab: Ich bin von diesem Erstleser*innen-Buch begeistert. Denn der Autor Martin Klein nimmt seine jungen Leser ernst. Und es ist ihm gelungen, mit wenig Text eine witzige, schnelle und authentische Geschichte zu schreiben, die junge Sportfans mitreißt.

Wie der Titel schon verspricht, geht es natürlich um Fußball. Die Hauptperson der Geschichte ist Matti, der es kaum erwarten kann, zu seinem ersten Auswärtsspiel aufzubrechen.

Das gab es für Matti noch nie. Kicken in einer anderen Stadt!

Doch dann werden er und seine Mannschaft mit so vielen Hindernissen konfrontiert, dass nicht klar ist, ob sie wirklich antreten können.

Natürlich geht die Geschichte gut aus. Gleichzeitig kommen Fußballbegeisterte voll auf ihre Kosten. Denn der Autor benutzt den gängigen Fußball-Jargon – und trotzdem ist die Geschichte für Leseanfänger*innen problemlos lesbar.

Für mich ist das Buch ein herausragendes Beispiel dafür, dass Erstlesebücher nicht langweilig oder gespickt mit dem „erhobenen pädagogischen Zeigefinger“ sein müssen, sondern spritzig, ereignisreich und fesselnd sein können. Tolles Buch!

Martin Klein: Anpfiff mit Hindernissen. FISCHER Duden Leseprofi 2018, 7,99 EUR

Das Rezensions-Exemplar wurde freundlicherweise vom Verlag FISCHER Duden zur Verfügung gestellt.

beitragsfoto: CC0, © Christian Widell / unsplash
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„Küsschen? Bäh!“

Petra stellt den Titel „Küsschen? Bäh!“ von Barbara Rose, illustriert von Volker Fredrich, erschienen bei Tulipan, vor:

Kinder mögen es gar nicht, wenn sie ungefragt abgeknutscht werden. Verständlich und absolut berechtigt, denn das ist einfach übergriffig! Zu diesem Thema gibt es einige Bücher. Das ist also nicht neu. Dennoch ist das Bilderbuch „Küsschen? Bäh!“ außergewöhnlich!

Die Autorin Barbara Rose hat ihre Geschichte mit Wortwitz, ungewöhnlichen Wendungen und originellen Figuren gestrickt. Und mit denen und ihrer Kusswut muss sich der kleine Leo auseinandersetzen. Da ist Tante Lissi, die irgendwie genau so riecht, wie ihr Pudel. Oder Onkel Fred, der im Gesicht Stachelhaare wie ein Igel hat.
„Feines Küsschen“, ruft Onkel Fred und lacht.
„Bäh“, sagt Leo.

Oder Oma Else, die immer so komisch spricht, wenn sie ihr Gebiss aus dem Mund genommen hat. Und alle wollen Leo küssen. Da bleibt ihm nichts übrig, als sich in seinem Zimmer zu verschanzen. Doch dann hat er eine Idee. Mit einer urkomischen List schafft er es, die Situation aus eigener Kraft zu lösen. Ein echter Held also, dieser Leo, der Küsschen echt „Bäh!“ findet!

Die detailreichen und originellen Illustrationen komplettieren die Geschichte. Sie sind zum Teil als Collage gestaltet und lassen auf jeder Seite die Geschichte in besonderer Weise lebendig werden.

Fazit: Ein Bilderbuch, das ein kindrelevantes, ernstes Thema hervorragend und witzig behandelt. Sehr empfehlenswert!

Barbara Rose: Küsschen? Bäh!, Tulipan 2018, 15,- EUR
Foto: CC0, © suju / pixabay
Das Rezensions-Exemplar wurde freundlicherweise vom Verlag Tulipan zur Verfügung gestellt.

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Nur Mut, kleiner Drache!

Petra stellt den Titel „Nur Mut, kleiner Drache!“ von Kristin Lückel, illustriert von Regine Altegoer, erschienen beim Kaufmann Verlag, vor:

Angst zu haben ist ja keine Schande. Aber ein Drache und Angst? Das geht natürlich gar nicht. Denn: Drachen haben keine Angst – absolut niemals nicht!
Anders ist das allerdings beim Drachenjungen Hugo. Der hat vor allem Angst: Vor Gewittern, vor Wasser, vorm Fliegen und – ja, sogar vor Feuer. Darum lassen es sich seine großen Brüder auch nicht nehmen, sich bei jeder sich bietenden Gelegenheit über Hugo lustig zu machen. Und das wiederum macht den kleinen Drachen verständlicherweise echt traurig.
Doch dann lernt Hugo die Fledermaus Freddy kennen – und zeigt zum ersten Mal, dass er richtig mutig sein kann, wenn es darauf ankommt. Freddy entpuppt sich als guter Ratgeber, der Hugo klar macht:
„Angst zu haben ist völlig normal. (…) Jeder fühlt sie manchmal.“
So schafft der Drache Hugo es schließlich, sich seinen Ängsten zu stellen und wird am Ende mit Freddy Fledermaus als neuen Freund belohnt.

Der Autorin Kristin Lückel ist eine Geschichte über das Thema Angst gelungen, das ohne pädagogischen Zeigefinger auskommt und ganz und gar und sehr glaubwürdig die Perspektive des kleinen Drachenjungen einnimmt. Und der besondere Bonus: Die Illustrationen von Regine Altegoer sind weich, facettenreich und witzig.

Deshalb unser Fazit: „Nur Mut, kleiner Drache!“ ist ein Bilderbuch, das man gern ein die Hand nimmt.

Kristin Lückel: Nur Mut, kleiner Drache!. Kaufmann Verlag 2017, 12,95 EUR

Foto: CC0, © Buddy_Nath / pixabay
Das Rezensions-Exemplar wurde freundlicherweise vom Kaufmann Verlag zur Verfügung gestellt. Werbung: Klick aufs Artikelbild öffnet provisionierten Partnerlink zu Amazon.

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ZEIT LEO – Das Magazin für Kinder

Petra stellt „ZEIT LEO – Das Magazin für Kinder“, erschienen im Zeitverlag Gerd Bucerius, vor:
Diesmal haben wir kein Buch, sondern ein Kindermagazin für Euch getestet. Von der Leipziger Buchmesse haben wir als Rezensionsexemplar ZEIT LEO, Ausgabe 2 – 2018 mitgebracht.

Der erste Eindruck: Die Aufmachung ist hochwertig und lädt zum Durchblättern ein. Den zweiten Eindruck bekommen wir, wenn wir das Heft aufschlagen. Dort erwartet uns ein zweites Titelblatt, das von einer jungen Leserin gestaltet wurde. Da stellt sich sofort die Frage: „Wieso hat es dieses Bild eigentlich nicht auf Seite 1 geschafft?“ Braucht es wirklich aus Marketinggründen ein durchdesigntes Deckblatt, obwohl Kinder sogar dazu aufgefordert werden, ihre Titelbildvorschläge einzureichen? Das ist die Idee nicht konsequent zu Ende geführt. Schade!

Dann kommen wir zum Inhaltsverzeichnis. Das ist schön strukturiert, von Bildausschnitten begleitet und bunt aber nicht überladen. Die Themen sind vielfältig. Die Kategorien „erleben“, „verstehen“ und „was tun“ finden wir passend. Positiv fällt auf, dass den Kindern viele aktuelle Themen „zugemutet“ werden: Vom Bitcoin über die Situation an der Mexikanischen Grenze in den USA bis hin zum Lehrermangel an Deutschen Schulen.

Was uns wirklich gut gefallen hat: Kinder werden zu Themen, z. B. Castingshows oder Klassenfahrt, nach ihrer Meinung gefragt. Unzensiert wird hier Pro und Contra abgedruckt. Das trägt wirklich zur Meinungsbildung bei, finden wir. Im Heft wechseln sich dann interessante Artikel, in denen kindgerecht komplexe Themen erklärt werden, Comics, Interviews, Antworten auf Kinderfragen, Kreativtipps und Rätselseiten ab.

Unser Resümee: Das Magazin ZEIT LEO ist lesenswert und gut geeignet und interessant für Kinder von 8 bis 12 Jahren.

ZEIT LEO – Das Magazin für Kinder. Zeitverlag Gerd Bucerius, erscheint 8x jährlich, Einzelheft 4,90 EUR
Das Rezensions-Exemplar wurde freundlicherweise vom Zeitverlag Gerd Bucerius zur Verfügung gestellt.
Foto: CC0, © kconcha / pixabay

 

Die Bunte Bande – Das gestohlene Fahrrad

Petra stellt den Titel „Die Bunte Bande – Das gestohlene Fahrrad“ von Corinna Fuchs, illustriert von Uli Velte und Igor Dolinger, erschienen bei Carlsen – gemeinsam mit Aktion Mensch, vor:

Dieses Buch ist wirklich anders! Und das ist gut so! Denn dieses Kinderbuch ist inklusiv und barrierefrei. Schon auf dem ersten Blick fällt das Buch aus dem Rahmen. Das Format ist etwas größer als DIN A 4. Und auf dem Cover sind – neben dem farbenfrohen Titelbild – sowohl gewohnte Buchstaben als auch Brailleschrift abgedruckt.

Das Innere des Buches ist dann ähnlich facettenreich: Alle Texte sind in schwarzen Buchstaben für sehende Kinder und in tastbarer Punktschrift für blinde Kinder geschrieben. Daneben gibt es nach jedem Abschnitt eine Doppelseite, die die Geschichte in einfacher Sprache erzählt. So ist EIN Buch für ALLE Kinder entstanden – egal, ob mit oder ohne Behinderung oder ob die Kinder gut oder nicht so gut Deutsch sprechen. Wer als Eltern, Pädagogin oder Pädagoge das Buch mit Kindern lesen oder für Kinder vorlesen möchte, findet am Ende des Buches eine gute, kleine Anleitung.

Die Geschichte selbst dreht sich um die Bunte Bande. Tessa, Tom, Henry, Leo und Jule sind so verschieden, wie Kinder eben sind. Ein bisschen wurde schon mit Klischees gearbeitet. Gleichzeitig ist es aber wirklich schön, dass hier versucht wurde, eine echte Vielfalt abzubilden.

Die Handlung in Kurzfassung: Die Bunte Bande ist gerade dabei, die Wände des Kinder- und Jugendzentrums zu verschönern, als ihnen eine echte Herausforderung sozusagen vor die Füße fällt: Ihr Freund Ben braucht dringend ein neues Fahrrad, nachdem sein altes geklaut wurde. Weil der sich aber keines leisten kann, beschließen die Kinder der Bunten Bande, durch Aktionen Geld für Bens neues Fahrrad zu verdienen.  Die Geschichte ist nicht außergewöhnlich, aber für Kinder durchaus interessant. Was uns aber wirklich begeistert hat: Die Idee und das Gesamtkonzept des Buches! Wir finden, es ist ein toller Beitrag für mehr Verständnis und für echte Teilhabe. Dafür hat es ein überzeugtes „Empfehlenswert!“ verdient.

Corinna Fuchs: Die Bunte Bande – Das gestohlene Fahrrad. Carlsen Verlag 2018, 24 EUR
Foto: CC0, © Clark Young / unsplash

Das Rezensions-Exemplar wurde freundlicherweise vom Carlsen Verlag zur Verfügung gestellt.
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Der geheimnisvolle Diebstahl

Petra stellt den Titel „Der geheimnisvolle Diebstahl“ von Silvia Möller, illustriert von Manfred Tophoven, erschienen beim Kaufmann Verlag, vor.

Erst einmal vorweg: Das Konzept des Buches hat uns neugierig gemacht. Denn hier handelt es sich um einen Kinderkrimi, der aus der Reihe tanzt. Krimis für Kinder gibt es ja jede Menge. Das Thema dieses Buches ist hingegen ganz speziell: Es handelt sich um einen Erstkommunion-Krimi. Und genau deshalb dreht sich die Geschichte auch um vier Kinder, die kurz vor ihrer Erstkommunion stehen.

Florian, Lena, Hannes und Chris sind unzertrennlich. Sie verbindet nicht nur ihre Freundschaft, sondern auch eine Leidenschaft für Fußball und ihre bevorstehende Erstkommunion. Während der Vorbereitung darauf passiert es dann: Ein sehr wertvolles Buch – ein Evangeliar – wird aus der Kirche gestohlen. Die Freude beschließen, den Dieb zu finden. Dabei wird ihre Freundschaft auf die Probe gestellt, und die vier erleben echt spannende Situationen, in denen Scharfsinn und Mut gefragt sind. Wir wollen nicht zu viel verraten. Aber klar ist natürlich, dass der Diebstahl am Ende aufgeklärt wird!

Was übrigens immer als Nebenstrang mitläuft, ist die Erstkommunion-Vorbereitung der Kinder. Deshalb ist es nur konsequent, dass die Geschichte mit dem großen Tag, der Erstkommunion der Freunde, endet. So ist das Buch eine wirklich originelle Geschenkidee für alle Kommunionkinder. Und das ist echt einmalig!

Silvia Möller: Der geheimnisvolle Diebstahl. Kaufmann Verlag 2018, 12,95 EUR
Foto: CC0, © Martin Sattler / unsplash
Das Rezensions-Exemplar wurde freundlicherweise vom Kaufmann Verlag zur Verfügung gestellt.
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Spektrum

Michael hat sich den Roman „Spektrum“ von Sergej Lukianenko bei Audible angehört:

Russische Science Fiction-Autoren? Da fallen den LeserInnen bzw. HörerInnen wahrscheinlich nicht allzu viele Namen ein – außer vielleicht Isaac Asimov, der aber bereits mit drei Jahren in die USA auswanderte. Wer sich intensiver mit SciFi beschäftigt, wird aber ganz bestimmt auch den Namen Sergej Lukianenko kennen: Der erfolgreichste russische Science Fiction- und Fantasy-Autor der Gegenwart (lt. Wikipedia) ist spätestens seit seiner „Wächter“-Reihe, von der es auch zwei Verfilmungen gab, ein bedeutender Name dieses Genres. Und das aus gutem Grund …

„Spektrum“ ist ein Roman bzw. Hörbuch, der auf Jugendliche und Erwachsene zielt. Und er erzählt eine im besten Wortsinn phantastische Geschichte: In einer Welt der nahen Zukunft haben Außerirdische, die „Schließer“ genannt werden, zahlreiche Tore auf der Erde errichtet, mit deren Hilfe sich Menschen (passenderweise im Buch Touristen genannt) auf andere Planeten teleportieren lassen können. Das ist kein ganz neues Motiv, aber bereits mit der ungewöhnlichen „Fahrkarte“ für die Tore macht der Roman seinen besonderen Status deutlich: Reisen darf nur, wer einem Schließer eine gute Geschichte zu erzählen vermag!

Der Russe Martin ist nun jemand, der sich auf gute Geschichten versteht und deshalb oft durch die Tore geht – als Detektiv, der sich nicht nur auf der Erde auf Spurensuche begibt. Auch sein neuester Fall führt ihn in eine fremdartige Welt, auf den Planeten Bibliothek, wo er das Mädchen Irina finden soll. Tragischerweise kommt Irina aber auf Bibliothek ums Leben. Doch damit endet der Fall nicht: Jetzt beginnt erst eine staunensreiche Odyssee durch zahlreiche faszinierende Welten und eine rätselhafte, aber immer spannende Handlung …

Das Erste, was einem an „Spektrum“ auffällt, ist die sorgfältige, geschliffene und höchst angenehme Sprache, die fast ein wenig antiquiert daherkommt – ein äußerst reizvoller Kontrast zum Zukunftsthema. Was dazu passt, ist der Eindruck, dass uns der Autor in den Dialogen eine kleine Lektion in Sachen Umgangsformen, Höflichkeit und gutes Miteinander mitgibt. Auch das ist eher ungewöhnlich für SciFi jenseits des Enterprise-Universums von Gene Roddenberry, aber ein sehr willkommenes Stilmittel. Eine nochmalige Steigerung erfährt die Sprache Lukianenkos in der Hörbuchfassung durch den (wie immer) exzellenten Vortrag von David Nathan. Er ist es auch, der die vielen philosophischen Aspekte, die in der Handlung Platz finden, glaubwürdig transportiert. Von der ausführlichen Beschreibung der Zubereitung von russischen Spezialitäten bis hin zu den ganz großen Religionsthemen – Sergej Lukianenko möchte uns mit seinem Buch viel sagen. Und David Nathan sort dafür, dass wir auch zuhören …

Was „Spektrum“ nicht ist:
Eine Weltraumoper mit vielen Schlachten, glorreichen Helden und verworrener Action-Story.

Was „Spektrum“ ist:
Eine tiefgehende Betrachtung unserer Existenz, verwoben in einer spanenden Geschichte und vorzüglich erzählt.

Unser Tipp:
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„Spektrum“, als Hörbuch erschienen bei der Hörverlag als MP3-CD
Foto: CC0, © Bryan Minear / unsplash
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Heute fliege ich zum Mond

Petra stellt das Bilderbuch „Heute fliege ich zum Mond“ von Annette Payr, erschienen beim Verlag an der Ruhr, vor:

Vergesst „Achtung! Stillgesessen! Es wird vorgelesen.“: Der passive Zuhör-Ansatz wird bei diesem ungewöhnlichen Bilderbuch komplett auf den Kopf gestellt. Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Denn das Buch für Kinder von drei bis acht Jahren verfolgt ein ganz anderes Prinzip: Hier werden die jungen Zuhörenden zu Akteur*innen der Geschichte. Mitmachen und bewegen ist dabei unbedingt Pflicht.

Die Geschichte, die in dem Bilderbuch erzählt wird, ist in Reimform. Die eingängigen, kurzen Verse mit Wortwitz ziehen richtiggehend mit. Doch das ist nur der Rahmen. Jetzt kommt der eigentliche Kniff des Bilderbuches: Auf jeder Seite findet man Anweisungen, wie man selbst in Aktion tritt.

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So wird das Bilderbuch zum Spielgerät! Es wird – passend zur Handlung der Geschichte – dazu eingeladen, das Buch an beiden Seiten festzuhalten und es zu schütteln, sich auf den abgebildeten Raumschiff-Sitz zu setzen und das Raumschiff zu lenken oder einfach mal über das Buch zu springen. Dazu wird das Buch zum „Vorlesen“ am besten auf den Boden gelegt. Damit das Bilderbuch die Bewegungsaktionen auch aushält, sind die Seiten aus besonders festem Papier.

Die Illustrationen sind von der Autorin (Annette Payr ist Sportwissenschaftlerin und Designerin) selbst. Sie sind graphisch reduziert, in sehr knalligen Farben umgesetzt und passen wunderbar zum Thema des Buches. Auf jeder Seite gibt es zusätzlich zu den Bewegungsanregungen noch eine Suchaufgabe. Denn eine kleine Maus reist mit zum Mond und hat sich auf jedem Bild versteckt, um von den Kindern gefunden zu werden. Und noch einen weiteren Bonus hält das Buch bereit: In kleinen Sprechblasen sind passende Laute abgebildet, mit denen die Aktionen und Bewegungen begleitet werden können.

Fazit: Ein wirklich außergewöhnliches Bilderbuch, das für einen echten Wow-Effekt sorgt und sicherlich gerne in die Hand genommen, geschüttelt oder auf den Kopf gestellt wird!

Annette Payr: Heute fliege ich zum Mond. Verlag an der Ruhr 2018, 12,99 Euro

Das Rezensions-Exemplar wurde freundlicherweise vom Verlag an der Ruhr zur Verfügung gestellt.

Foto: CC0, © NASA / unsplash

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Die lange Erde

Michael hat sich die ersten beiden Teile des Zyklus‘ „Die lange Erde“ von Terry Pratchett und Stephen Baxter, erschienen bei der Hörverlag, angehört:

Terry Pratchett gehört auf jeden Fall in die Ruhmeshalle der Science Fiction- und Fantasy-Autoren: Seine Scheibenwelt-Romane haben die Leser nicht nur mit ihren vielen verrückten Ideen rund um das Scheibenwelt-Universum und seine Bewohner begeistert, sondern auch mit ihrem feinen Wortwitz, dem ironischen Schreibstil und der humorvollen Darstellung der Protagonisten. Für mich persönlich setzt die „Nomen-Trilogie“ da sogar noch eins drauf.

Wenige Jahre vor seinem (natürlich viel zu frühen) Tod begann Terry Pratchett zusammen mit Co-Autor Stehen Baxter die mehrteilige Romanreihe ”Die lange Erde“, eine Fortentwicklung seiner Kurzgeschichte „The High Meggas“, deren Ursprung bis in die 1980er Jahre zurückreicht (Quelle: wikipedia.de).

Pratchett-Fans wie ich waren natürlich neugierig, was sich der Meister für dieses neue Universum alles ausgedacht haben mochte, und zumindest ich war von der Grundkonzeption nicht enttäuscht: Die Idee, dass parallel zu unserer Wirklichkeit unzählige weitere Welten existieren, ist zwar nicht neu, aber die Autoren haben sie stimmig ausgebaut. Und das Konzept des Wechselns in Parallelwelten ist eine spannende Sache, die die Geschichte zu tragen vermag. Und mit „Geschichte“ sind wir bei dem Thema, das „Die lange Erde“ zu einem gänzlich unerwarteten Hör- bzw. Leseerlebnis macht: Denn mit dem, was man von Terry Pratchett (vielleicht) erwartet, hat die Story nicht viel zu tun. Und der Erzählstil erst recht nicht. Von Stephen Baxter habe ich, wie ich gestehen muss, noch nichts gelesen, aber er gehört wohl zu jenen Autoren, die bei Science Fiction den Schwerpunkt bei Science setzen; und so wage ich die These, dass „Die Lange Erde“ auch in seinem Œuvre eine eher außergewöhnliche Rolle einnimmt.

So rasant so mancher Scheibenwelt-Roman daherkommt, soviel Zeit lassen sich die beiden Autoren in diesem Werk – über lange Strecken plätschert die Handlung ein wenig dahin. An manchen Stellen wird es zwar leidlich spannend, aber nur selten packt einen die Action so richtig oder zittert man um das Schicksal eines der Helden. Ob das nun am Schreibstil liegt oder an der Ausgestaltung der Figuren, die den Leser (oder zumindest mich) immer etwas in emotionaler Distanz hält, vermag ich nicht zu sagen.

Das Ganze mutet eher wie ein breites Epos an, das dem Leser ab und an den Spiegel vorhält und – eher verhalten – Gesellschaftskritik übt.

Der Leser wird zum stillen, unaufgeregten Beobachter, der mitverfolgt, wie es den Protagonisten ergeht, während sich die menschliche Gesellschaft langsam darauf einstellt, dass ihr plötzlich scheinbar unendliche Erden mit ebenso unendlichen Möglichkeiten zur Verfügung stehen. Ich bin zwar erst mit Band zwei fertig, aber bereits jetzt umfasst die Handlung Jahrzehnte, und ich mutmaße, dass die Zeitsprünge eher noch größer als kleiner werden … Aber eines muss ich betonen: Langweilig wird die Sache nie!

Ich habe jetzt mal ein anderes Werk dazwischengeschoben, um mir selbst ein wenig Pause von der „Langen Erde“ zu gönnen; dennoch finde ich die Romane lesenswert. Sich einfach einmal ganz sanft von einer Handlung mittragen zu lassen und in Ruhe beobachten, was als nächstes geschieht, ist eine ganz andere Art von Buchreise, als wenn man als Leser beispielsweise durch einen Thriller gehetzt wird. Und ja, ich will unbedingt wissen, wie es denn weitergeht mit Joshua, Lobsang, Monica und Sally!

„Die Lange Erde“, erschienen bei der Hörverlag als MP3-CD
Foto: CC0, © M_Caballero / pixabay
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60 Likes für kleine Teamplayer

Petra stellt die Bildkarten „60 Likes für kleine Teamplayer“, erschienen bei Cornelsen, vor:

Klar: Positives Feedback geben, Gelungenes würdigen und Kinder ermutigen gehört im Familien- und Kita-Alltag selbstverständlich dazu. Diese Karten helfen dabei und verstärken noch dazu den Effekt auf besondere Weise.

„Das Bild hast du toll gemalt.“ – „Du hast das schwierige Puzzle ganz alleine geschafft!“ – Auf „Produkte“ von Kindern eine Rückmeldung geben, fällt häufig leicht. Diese 60 Bildkarten regen dazu an, gerade das „weniger greifbare“ soziale Verhalten von Kindern in den Blick zu nehmen und zu verstärken. Denn so erleben Kinder, dass ihre Bemühungen gesehen und wertgeschätzt werden: wenn sie beispielsweise hilfsbereit waren, andere getröstet, sich etwas Neues zugetraut oder Fairness im Spiel bewiesen haben.

Du bist ein toller Helfer!
Nett, dass du mit anderen teilst.

Je nach Situation lässt sich eine passende Bildkarte auswählen. Sie wird an das Kind weitergegeben, für eine gewisse Zeit als „Auszeichnung“ verliehen oder ins Fotoalbum oder Portfolio eingeklebt. Eine echte Motivation und Ermutigung!

Was bei den Karten – neben den einfühlsamen Lobsätzen – besonders ins Auge sticht, sind die knalligen Farben und das frische und unkonventionelle Design. Die passenden Illustrationen zum Spruch auf der Karte sind mit ansprechenden Lackfarben abgedruckt, die zum Anfassen und Drüberstreichen anregen. Zudem haben manche Karten sogar Glitzer drauf 🙂

Die beiliegende kleine Anleitung gibt sinnvolle Hinweise zum Einsatz der Karten. Fazit: Die Bildkarten im festen Spielkarten-Format sind eine attraktive und wirklich sinnvolle Sache und eine besondere Methode für Familien und Fachkräfte in Kitas.

60 Likes für kleine Teamplayer: Mit Glitzer-Funkel-Leuchte-Karten Sozialverhalten in der Kita würdigen. 60 Bildkarten mit Begleitheft. Cornelsen 2018, 17,99 EUR

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