Der Geschichtenanfang der Woche: Emma denkt nach

Das war Emmas Mutter auch noch nicht passiert: Statt mit ihr über „noch ein paar Minuten aufbleiben“ diskutieren zu müssen, konnte sie Emma nur staunend hinterherblicken: Sie war bereits der ersten Aufforderung, sich jetzt mal bettfertig zu machen, gefolgt. Dabei hatte Emma gute Gründe, es eilig zu haben: Sie wollte in Ruhe darüber nachdenken, was ihr heute alles passiert war. Erst Papa, der den Kofferraumdeckel des Familienautos schnell wieder zumachte, als er sie sah. Dann ihr kleiner Bruder, der sich in sein Zimmer schloss und nicht gestört werden wollte. Und schließlich ihre Mutter, die kurz vor dem Abendessen noch verschwand. Was führten die nur alle im Schilde?

„Dasch wüüde misch escht intereschieren“, murmelte Emma mit dem Mund voller Zahnpasta. Noch konnte sie sich auf all das keinen Reim machen. Aber sie würde es schon herausfinden.

Was denkt Ihr – was heckt Emmas Familie aus?

Hört den Geschichten-Anfang der Woche auch auf itunes:

https://itunes.apple.com/de/podcast/der-geschichten-anfang-der-woche/id1291387251?mt=2

… oder bei soundcloud.

Foto: CC0, © Ryan Pouncy / unsplash

Was Mama-Bloggerinnen erzählen

Mütter können morgens noch schnell die Geburtstagstorte verschönern, tagsüber im Büro kreativ sein und abends noch eine lustige Geschichte erfinden. Klar, das können Väter auch. Aber viele Mütter schreiben darüber: Über ihren Alltag als Mutter, über ihren Spagat zwischen Elternabend, Erfolg und Eierkuchen, über das wunderbar-schrecklich-anstrengend-lustige Leben mit Kind und Kegel.

Und weil hier so richtig authentisch aus dem Alltag erzählt wird, sind wir vom Geschichten-Planet auf einige Mama-Blogs aufmerksam geworden. Ein bisschen ist das Mama-Blog-Lesen wie durchs Schlüsselloch gucken.

Es wird über Müttertypen, den Unsinn, den die eigenen Kinder anstellen, die originellsten Beschäftigungsideen, aktuelle Gemütszustände oder die besten Buchtipps geschrieben. Was aber in jeder Geschichte auf den Mama-Blogs mitklingt: Man hört die jeweilige Mutter reden.

Diese beiden Mama-Blogs finden wir wirklich lesenswert und werden sie weiter verfolgen:

www.familysnap.de
www.muttisoyeah.de/

Beitragsbild: CC0, © rawpixel / pixabay

Wir wünschen ein frohes Osterfest!

Liebe LeserInnen unseres Blogs!

Wir wünschen Euch ein wundervolles Osterfest mit vielen tollen Geschichten und erholsame, glückliche Feiertage!

Wer weiß – vielleicht haben wir sogar Glück und die Frühlingssonne begleitet uns in wenig …?

Zu Ostern gibt’s von uns ein kleines Crossover aus dem „Geschichtenanfang der Woche“ und unserer Instagram-Serie #superkurzgeschichte. Viel Spaß dabei!


Was war das denn nur wieder für eine seltsame Idee von ihrem Vater gewesen? Sie und ihr Bruder waren scheinbar ewig im Auto hierhergefahren, statt gleich am Morgen und im Sonnenschein Ostereier zu suchen – im eigenen Garten, so wie man das eben machte. Aber heuer hatte es Papa in die Natur gezogen. „Das wird euch gefallen!“, meinte er, und immer, wenn er das sagte, war das ein Garant dafür, dass es so überhaupt keinen Spaß geben würde.

So streifte sie durch die Wiese am Waldrand und suchte ihr Osternest diesmal eben woanders. Aber wo sollte sie anfangen? Der Garten des Reihenhauses, in dem sie wohnte, war wenigstens überschaubar. Sie hatte sich schon lange ein Suchraster überlegt, mit dem sie in Nullkommanichts alle Ostersachen finden und sich zurück in ihr Zimmer verziehen konnte. Aber hier? Mitten in der Natur? Wo sollte sie nur anfangen? Das war ja jetzt schon langweilig. Und Handyempfang hatte sie auch keinen.

Da! War da nicht ein Hase, direkt vor ihrer Nase, in den Wald davongehoppelt? Erst sah sie ihm hinterher, dann lief sie ihm nach. Nur wenige Meter, nachdem der Wald begonnen hatte, entdeckte sie im Sonnenlicht einen Weg, der über und über mit Blumen gesäumt war. Sie zögerte, da blieb der Hase stehen und schien sich ermunternd nach ihr umzublicken. Ob sie ihm folgen sollte?

Bild © CCO, Waranya Mooldee / unsplash

Eine große Portion Familienglück

Wann seid ihr so richtig glücklich? Als Familie habt ihr jedenfalls die besten Voraussetzungen, um glücklich zu sein. Denn in Familien möchte jeder, dass es dem anderen gut geht. Ihr kennt Euch gegenseitig so gut, wie kaum andere Menschen es tun. Jeder interessiert sich für den anderen und glaubt an die guten Seiten des andern.

Für Glück gibt’s allerdings trotzdem keine Garantie. Manchmal ist Euer Alltag vielleicht so anstrengend, dass das Familienglück schon mal auf der Strecke bleibt. Kindergarten, Schule, Job und jede Menge Arbeit zu Hause: Da wird die Zeit oft knapp, das große und kleine Glück zu erleben.

Damit ihr Eurem Familienglück immer mal wieder auf die Sprünge helfen könnt, hier ein kleiner Tipp: Macht euch euer Glück selbst! – Unternehmt etwas, führt bewusst Rituale ein, erzählt zusammen und entscheidet gemeinsam. Ich wünsche Euch ein ganzes Füllhorn voller glücklicher Familienmomente!

Bild © Kevin Delvecchio / unsplash

Fernsehen statt Buch – die Lebenswirklichkeit von Kleinkindern?

„Nichts ist beständiger als der Wandel.“ – Da hatte der Philosoph Heraklit von Ephesus, dem dieses Zitat zugeschrieben wird, sicherlich recht. Doch manchmal möchte ich den Wandel gerne mit bloßen Händen unter Aufbringung all meiner Kräfte aufhalten. Beispielsweise, wenn ich mir die aktuelle miniKIM Studie (Kleinkinder und Medien) des Medienpädagogischen Forschungsverbundes Südwest ansehe. Zusammenfassend liest man dort:

„Medien spielen im Alltag von Kindern eine große Rolle, auch Mädchen und Jungen im Vorschulalter wachsen keineswegs medienfern auf. Bei der Mediennutzung von Zwei- bis Fünfjährigen spielen besonders das Fernsehen und (Bilder-)Bücher eine zentrale Rolle. Fast die Hälfte der Kinder dieser Altersgruppe (44 %) sieht jeden oder fast jeden Tag fern, 43 Prozent beschäftigen sich (fast) täglich mit einem Buch. Im Altersverlauf zeigt sich eine deutliche Verschiebung der Präferenzen: Während für die Mehrheit der Zwei- bis Dreijährigen Bücher unverzichtbar sind, ist für die Vier- und Fünfjährigen das Fernsehen das wichtigste Medium.“ (http://www.mpfs.de/studien/minikim-studie/2014)

Gut, gegen die „Sendung mit der Maus“ oder das „Sandmännchen“ ist sicherlich grundsätzlich nicht einzuwenden. Aber auch nicht dagegen, jeden Tag ein Buch in den Hand zu nehmen, vorgelesen zu bekommen, selbst darin zu blättern. Täglich. Mindestens einmal. Ohne konservativ erscheinen zu wollen: Wäre das nicht etwas Gutes, das bewahrt werden sollte?

Bild: © mojzagrebinfo / pixabay.de

Ja, ist denn das normal?

Kürzlich habe ich das Gespräch eines Mannes und einer Frau in der U-Bahn mitverfolgt. Irgendwann fiel der Satz: „Es gibt immer mehr Alleinerziehenden-Familien, Multikulti-Familien und nur noch wenige normale Familien.“

Der Satz ließ mich wirklich zusammenzucken. Was ist denn eine normale Familie? Und ist eine Ein-Vater-Familie, eine Familie mit zwei Müttern oder eine Patchwork-Familie nicht normal? Was ist die Norm? Und wer legt sie fest?

Das Statistische Bundesamt hat in einer Erhebung kürzlich festgestellt, dass zwar Familien, die aus in einer Ehe lebenden Eltern mit Kindern besteht, noch am meisten repräsentiert sind. Gleichzeitig stieg in den letzten Jahrzehnten die Zahl vielfältiger Familienformen enorm an. Ich finde: Wichtig ist, dass Kinder einen Ort haben, an dem sie geborgen und sicher aufwachsen. An dem sie sich zurückziehen können. An dem Geschichten vorgelesen und gemeinsam gespielt wird. Das ist Familie. Das ist normal und wertvoll. Und wer dazugehört, ist keine fixe Größe. Punkt.

Wir wünschen ein fantastisches 2018!

Bald ist es soweit – und wir begrüßen ein ganz neues, frisches Jahr:
365 unbeschriebene Blätter, 12 Kapitel unserer Lebensgeschichte.

Für uns, die Macher von Geschichten-Planet.de, wird es mit Sicherheit ein aufregendes Jahr. Wir haben ein paar Neuigkeiten in petto und freuen uns, wenn Ihr uns weiter begleitet.

Wir wünschen Euch ein 2018, das genauso wird, wie Ihr es Euch erhofft.
Und: bleibt fantasievoll, bleibt neugierig, bleibt voller guter Geschichten!

Petra und Michael von Geschichten-Planet.de

Wir wünschen Frohe Weihnachten!

Bald ist es soweit – Weihnachten!

Die Macher von Geschichten-Planet wünschen Euch gesegnete Festtage,
wundervolle Momente mit Euren Lieben – und natürlich viele gute Bücher
unterm Baum.

Wir danken Euch für ein spannendes erstes Jahr und freuen uns schon
auf viele gute Geschichten in 2018.

Die besten Wünsche!
Petra und Michael

Deine Mimik und Gestik erzählen Geschichten!

Wenn Du eine Geschichte erzählst, dann sind Deine Zuhörer nicht nur Hörende, sondern eigentlich „Zuschauer“. Denn sie verfolgen, was und wie Du erzählst, gespannt mit ihren Augen. Trau Dich also und lass Deinen ganzen Körper miterzählen.

Leg einen Finger an die Lippen, wenn es in der Geschichte plötzlich leise wird. Reiße die Augen auf, wenn sich Dein Geschichtenheld erschreckt. Pfeife, wenn eine Figur in Deiner Geschichte gerade auch pfeift. Zeige, wie groß der Riese ist oder wie winzig der Zwerg. So wird die von Dir erzählte Geschichte zum Wow-Erlebnis für alle Zuhörer!

Bild © contrastwerkstatt / fotolia

Geschichten fördern mehr als „nur“ die Phantasie!

„Eltern, die vorlesen, leisten einen zentralen Beitrag zu einer ganzheitlichen Erziehung ihrer Kinder. Sie fördern kognitive, emotionale und soziale Kompetenzen. Damit tragen sie dazu bei, dass Kinder und Jugendliche sich zu vielseitig interessierten, aktiven und offenen Menschen entwickeln.“ – Das ist das Fazit der Vorlesestudie 2011 von „Stiftung Lesen“, dem ich mich nur anschließen kann.

Ich habe erlebt, dass Kinder, die mit Geschichten groß geworden sind, schneller eine Idee davon haben, wie sie mit anderen Kindern in Kontakt kommen können. Kinder können durch gute Geschichten Handlungsstrategien entwickeln, wie sie den nächsten Streit vielleicht besser lösen können.

Und Kinder tauchen in so unterschiedliche Welten beim Lauschen von Geschichten ein, dass sie dadurch erleben, wie bunt und vielfältig auch die reale Welt ist. Braucht Ihr noch mehr Argumente, warum Ihr – am besten jetzt gleich – eine Geschichte erzählen oder vorlesen sollt?

Wir wünschen höchst vergnügliche Lerneffekte!