60 Likes für kleine Teamplayer

Petra stellt die Bildkarten „60 Likes für kleine Teamplayer“, erschienen bei Cornelsen, vor:

Klar: Positives Feedback geben, Gelungenes würdigen und Kinder ermutigen gehört im Familien- und Kita-Alltag selbstverständlich dazu. Diese Karten helfen dabei und verstärken noch dazu den Effekt auf besondere Weise.

„Das Bild hast du toll gemalt.“ – „Du hast das schwierige Puzzle ganz alleine geschafft!“ – Auf „Produkte“ von Kindern eine Rückmeldung geben, fällt häufig leicht. Diese 60 Bildkarten regen dazu an, gerade das „weniger greifbare“ soziale Verhalten von Kindern in den Blick zu nehmen und zu verstärken. Denn so erleben Kinder, dass ihre Bemühungen gesehen und wertgeschätzt werden: wenn sie beispielsweise hilfsbereit waren, andere getröstet, sich etwas Neues zugetraut oder Fairness im Spiel bewiesen haben.

Du bist ein toller Helfer!
Nett, dass du mit anderen teilst.

Je nach Situation lässt sich eine passende Bildkarte auswählen. Sie wird an das Kind weitergegeben, für eine gewisse Zeit als „Auszeichnung“ verliehen oder ins Fotoalbum oder Portfolio eingeklebt. Eine echte Motivation und Ermutigung!

Was bei den Karten – neben den einfühlsamen Lobsätzen – besonders ins Auge sticht, sind die knalligen Farben und das frische und unkonventionelle Design. Die passenden Illustrationen zum Spruch auf der Karte sind mit ansprechenden Lackfarben abgedruckt, die zum Anfassen und Drüberstreichen anregen. Zudem haben manche Karten sogar Glitzer drauf 🙂

Die beiliegende kleine Anleitung gibt sinnvolle Hinweise zum Einsatz der Karten. Fazit: Die Bildkarten im festen Spielkarten-Format sind eine attraktive und wirklich sinnvolle Sache und eine besondere Methode für Familien und Fachkräfte in Kitas.

60 Likes für kleine Teamplayer: Mit Glitzer-Funkel-Leuchte-Karten Sozialverhalten in der Kita würdigen. 60 Bildkarten mit Begleitheft. Cornelsen 2018, 17,99 EUR

Das Rezensions-Exemplar wurde freundlicherweise vom Cornelsen zur Verfügung gestellt.
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Ausreichend Zeit, ohne ständig zu „ziehen“

Ja, ja, die Kinder haben es gut …  Die haben Zeit, können ganz unbeschwert spielen und leben einfach so in den Tag hinein. Wirklich? Das scheint mir ein sehr verklärtes Bild von Kindheit zu sein. Heute erlebe ich immer häufiger, dass Kinder einen vollen Terminkalender haben, durchgetaktet sind und schon frühzeitig die Weichen für die Zukunft gestellt werden.

Manchmal möchte ich echt gerne rufen: „Lasst doch endlich mal die Kinder in Ruhe!“ Denn schließlich hat das afrikanische Sprichwort nach wie vor Bestand: „Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.“ Im Gegenteil: Zartes Gras reißt man durch zu starkes Ziehen auch schnell mal aus.

Darum mein Tipp für diese Woche: Schafft Platz, Raum und Zeit für Euch und Eure Kinder! Nutzt die unverplante Zeit zum … Nichtstun, Spielen, Lesen, Erzählen, Erholen, Träumen und zu allem, was Euch Spaß macht. Und wenn Ihr genau das gefunden habt, was Euch am meisten Freude bereitet, dann handelt ganz nach dem Moto: „Mehr des Guten!“

Bild © Jared Sluyter / unsplash28

E-Book vs. Papier

Eine Redakteurin eines Verlages, mit dem ich zusammenarbeite, bezeichnet ihre Leser als „Generation E-Book“. Seit vielen Jahren ist das Lesen von Büchern auf elektronischen Lesegeräten oder Tablets für viele eine gute Alternative zum herkömmlichen Buch. Wie ist das bei Euch? Ich persönlich bevorzuge auf alle Fälle die Papierausgabe eines Buches. Ich liebe es, am Papier zu schnuppern, das Rascheln der Seiten zu hören. Oder mein Lesezeichen zu platzieren, und dann beim nächsten Aufschlagen dann doch erst einmal eine Seite zurückzublättern.

Was Kinder betrifft, sollte auf alle Fälle das gedruckte Buch zum Anfassen die erste Wahl sein. Denn Kinder lernen und erleben nicht eindimensional, sondern wollen mit allen Sinnen angesprochen werden. Und ein Buch aus Papier bietet da eben weitaus mehr als eine Kindergeschichte auf dem Lesegerät zu betrachten. Wenn Kinder Bücher „be-greifen“, riechen und erleben dürfen, spricht übrigens sicherlich nichts dagegen, ein paar Kinder-E-Books als „Notfall-Paket“ für Wartezimmer, Autofahrt und Co. im Gepäck zu haben.

Bild ©Janko Ferlic / unsplash21

 

Fernsehen statt Buch – die Lebenswirklichkeit von Kleinkindern?

„Nichts ist beständiger als der Wandel.“ – Da hatte der Philosoph Heraklit von Ephesus, dem dieses Zitat zugeschrieben wird, sicherlich recht. Doch manchmal möchte ich den Wandel gerne mit bloßen Händen unter Aufbringung all meiner Kräfte aufhalten. Beispielsweise, wenn ich mir die aktuelle miniKIM Studie (Kleinkinder und Medien) des Medienpädagogischen Forschungsverbundes Südwest ansehe. Zusammenfassend liest man dort:

„Medien spielen im Alltag von Kindern eine große Rolle, auch Mädchen und Jungen im Vorschulalter wachsen keineswegs medienfern auf. Bei der Mediennutzung von Zwei- bis Fünfjährigen spielen besonders das Fernsehen und (Bilder-)Bücher eine zentrale Rolle. Fast die Hälfte der Kinder dieser Altersgruppe (44 %) sieht jeden oder fast jeden Tag fern, 43 Prozent beschäftigen sich (fast) täglich mit einem Buch. Im Altersverlauf zeigt sich eine deutliche Verschiebung der Präferenzen: Während für die Mehrheit der Zwei- bis Dreijährigen Bücher unverzichtbar sind, ist für die Vier- und Fünfjährigen das Fernsehen das wichtigste Medium.“ (http://www.mpfs.de/studien/minikim-studie/2014)

Gut, gegen die „Sendung mit der Maus“ oder das „Sandmännchen“ ist sicherlich grundsätzlich nicht einzuwenden. Aber auch nicht dagegen, jeden Tag ein Buch in den Hand zu nehmen, vorgelesen zu bekommen, selbst darin zu blättern. Täglich. Mindestens einmal. Ohne konservativ erscheinen zu wollen: Wäre das nicht etwas Gutes, das bewahrt werden sollte?

Bild: © mojzagrebinfo / pixabay.de

Der Geschichtenanfang der Woche: Unsere Wiese hat einen neuen Bewohner.

Es war eine ruhige, sternenklare Nacht gewesen. Nun lag dichter Morgennebel wie eine fluffige Decke über der Obstwiese. Nichts rührte sich, als sich die ersten Sonnenstrahlen mühten, den Nebel zu durchdringen. Es war auffallend still. Denn eigentlich begannen um diese Zeit die Geräusche einzusetzen, die verkündeten, dass die Bewohner der Wiese allmählich erwachten und ihrem Tagwerk nachgingen. Aber heute war das Einzige, das sich regte, ein kleines Wesen, das gerade gähnend die Erdhöhle unter dem alten Birnbaum verließ.

Was denkt ihr – wer ist auf der Obstwiese neu eingezogen?

Hört den Geschichten-Anfang der Woche auch auf itunes:

https://itunes.apple.com/de/podcast/der-geschichten-anfang-der-woche/id1291387251?mt=2

… oder bei soundcloud.

Bild CC0 © 8moments / pixabay

Hundert Lügen

Petra stellt den Titel „Hundert Lügen“ von Alice Gabathuler, erschienen bei Thienemann Verlag, vor:

Die Magie des ersten Satzes: Alice Gabathuler beherrscht diese Kunst auf besondere Weise. Kaum hat man ihren neuen Jugendthriller „Hundert Lügen“ in die Hand genommen, wird man wie durch einen Sog in die Geschichte gezogen.

Der Plot ist superspannend – und dazu absolut jugendtauglich. Ein Geschwisterpaar, als Kinder unzertrennlich und nach einem am Anfang des Buches noch nebulösem Zwischenfall entzweit, treffen aufgrund von Drohungen gegen die Familie wieder aufeinander.

Abwechselnd erzählt Gabathuler aus der Perspektive von Manon und ihrem Bruder Kris von der langsamen Annäherung der beiden. Doch statt des Hochgefühls aufgrund der Versöhnung wartet in der Geschichte eine ungewöhnliche Wendung: Nach und nach kommt ein gut gehütetes Geheimnis zutage, das die beiden Jugendlichen zu dem gemacht hat, was sie heute sind. In dem zehn Jahre zurückliegenden Sommercamp sind Dinge passiert, die Kinderherzen schwer verwundet haben. Bis zum Schluss hält die Geschichte offen, wie das alles geschehen konnte – und was das Zurückliegende mit dem schrecklichen Zwischenfall in der Gegenwart zu tun hat.

Der Geschichte geben tiefgründige Motive, brisante Themen und der Einblick in das Leben einer finanziell besonders privilegierten Familie einen besonderen Rahmen.

Das Erzähltempo ist schnell. Gabathuler spielt mit Bildern und schafft Atmosphäre. Ein echter Lesegenuss für alle, die es spannend und gehaltvoll mögen. Wunderbar!

Alice Gabathuler: Hundert Lügen. Thienemann Verlag 2017, 12,99 EUR

Das Rezensions-Exemplar wurde freundlicherweise vom Thienemann Verlag zur Verfügung gestellt.
Foto © CDJ / Pixabay
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Ja, ist denn das normal?

Kürzlich habe ich das Gespräch eines Mannes und einer Frau in der U-Bahn mitverfolgt. Irgendwann fiel der Satz: „Es gibt immer mehr Alleinerziehenden-Familien, Multikulti-Familien und nur noch wenige normale Familien.“

Der Satz ließ mich wirklich zusammenzucken. Was ist denn eine normale Familie? Und ist eine Ein-Vater-Familie, eine Familie mit zwei Müttern oder eine Patchwork-Familie nicht normal? Was ist die Norm? Und wer legt sie fest?

Das Statistische Bundesamt hat in einer Erhebung kürzlich festgestellt, dass zwar Familien, die aus in einer Ehe lebenden Eltern mit Kindern besteht, noch am meisten repräsentiert sind. Gleichzeitig stieg in den letzten Jahrzehnten die Zahl vielfältiger Familienformen enorm an. Ich finde: Wichtig ist, dass Kinder einen Ort haben, an dem sie geborgen und sicher aufwachsen. An dem sie sich zurückziehen können. An dem Geschichten vorgelesen und gemeinsam gespielt wird. Das ist Familie. Das ist normal und wertvoll. Und wer dazugehört, ist keine fixe Größe. Punkt.

Heute schon gut erzogen?

Viele Eltern wünschen sich, dass ihre Kinder gute Manieren haben und „gut erzogen“ rüberkommen. Was hat das denn mit Liebe zu tun? Ganz einfach: Eine der wohl bekanntesten Kinderbuchautorinnen Astrid Lindgren hat einmal gesagt: „Gebt den Kindern Liebe, mehr Liebe und noch mehr Liebe, dann stellen sich die guten Manieren ganz von selbst ein.“

Erleben die Kinder Geborgenheit, Aufmerksamkeit, Sicherheit und Zuwendung – bedingungslose Liebe eben – können sie sich entfalten. Dabei lernen sie ganz nebenbei, welche Werte es in der Familie gibt und was im Zusammenleben mit anderen wichtig ist. Liebe führt also zu guten Manieren.

… Irgendwie eine ermutigende Gleichung, oder?

Bild: © Kelly Sikkema / unsplash

Wie richtig gut zuhören wirkt

„Zuhören – das kann doch jede(r)!“ – Nein, ganz und gar nicht! Ich erlebe immer wieder, dass ich jemandem etwas erzähle. Und der ist gleichzeitig noch mit etwas anderem beschäftigt. Das ist nun wirklich nicht die beste Voraussetzung, um sich verstanden zu fühlen. Gleichzeitig kenne ich das natürlich auch bei mir: Ich höre zu – hänge aber in Wirklichkeit meinen eigenen Gedanken nach oder feile schon an meiner Antwort, während mein Gegenüber noch spricht.

Für gutes Zuhören braucht es nicht nur Ohren, sondern auch die Bereitschaft, sich ganz und gar auf den anderen einzulassen. Und sich dabei von keiner Tätigkeit und auch nicht von eigenen Impulsen und Gedanken stören zu lassen. Das hat etwas mit Achtsamkeit zu tun: Sich ganz und gar auf den Moment, auf das Zuhören einlassen. Sonst nichts.

Egal, ob es darum geht, einer Erzählung zu lauschen oder dem Bericht über das Erlebnis des Kindes auf dem Spielplatz: Nimmt sich jemand wirklich Zeit zum Zuhören, ist mit den Gedanken bei der Sache und will nicht mit seiner „Story“ dazu möglichst schnell punkten, dann entsteht etwas ganz Besonderes!

Bild: © Cheryl Casey / fotolia

So wird 2018 – ein Beitrag in eigener Sache

Liebe Freunde von Geschichten-Planet.de!

Das Jahr ist jung, und wie so viele (Ihr vielleicht auch) haben wir uns Gedanken gemacht, was wir in diesem Jahr so verbessern, an Neuem ausprobieren, anders machen oder genauso fortführen wollen. Und genau aus diesem Grund schreiben wir Euch …

Wie Ihr wisst, gibt es von uns ein Blog, eine Facebook-Seite, einen Twitter-Account, eine Instagram-Seite – und auf WhatsApp findet Ihr uns genauso wie auf soundcloud und itunes. Ja, auch auf Amazon sind wir vertreten, und zwar mit Buchrezensionen sowie als Autoren unserer eigenen Bücher. Und natürlich wollen wir Euch auf jeder Plattform möglichst etwas anderes bieten! Also haben wir uns dazu entschlossen, die Inhalte von Geschichten-Planet.de etwas anders zu strukturieren. Ab sofort versorgen wir alle, die gerne eine gute Geschichte hören, ihre Phantasie beflügeln lassen wollen oder wissen möchten, was es Neues zu lesen gibt, wie folgt:

Unser Blog (geschichten-planet.de)

Hier schreiben wir über Bücher (Spiele / Filme …), die uns gefallen, stellen unsere eigenen Werke vor und geben pädagogische Tipps fürs (Vor-)Lesen, Erzählen und Geschichtenerfinden.

Unsere Facebook-Seite (https://www.facebook.com/Geschichtenplanet.de/)

Sie ist gewissermaßen unsere Info-Zentrale: Alles, was es auf den anderen Kanälen Neues gibt, erfahrt Ihr auch hier. Außerdem teilen wir, was uns gefällt oder wir empfehlen. Und wir diskutieren gerne mit der Community über unsere Lieblingsthemen Bücher, Geschichten und Erzählkultur.

Unsere Instagram-Seite (https://www.instagram.com/geschichten_planet/)

Nach dem Erfolg unserer kleinen Reihe #hierfehlteinbuch (die wir gerne fortführen) gibt es hier schon bald einen zweiten hashtag: #superkurzgeschichte. Lasst Euch überraschen, aber soviel sei verraten: Hier ist Eure Mitwirkung gefragt!

Auch werden wir in 2018 sicher mit den Instagram Stories experimentieren …

Unser Twitter-Account (https://twitter.com/GeschPlanet)

Twitter ist Text – finden wir zumindest. Darum werden wir hier in Zukunft keine Links und Bilder mehr posten, sondern kurze Lieblings-Textpassagen aus den Büchern, die wir gerade lesen (und rezensieren). Das wird’s auch nur auf Twitter geben.

itunes (https://apple.co/2DuDsTS) und soundcloud (http://bit.ly/2DQZbTU)

Auch 2018 setzen wir unseren „Geschichten-Anfang der Woche fort“ – das macht uns schließlich richtig Spaß …

Newsletter

Auf WhatsApp könnt Ihr unseren Newsletter bereits abonnieren (Anleitung auf unserem Blog, Startseite ganz unten); Wir werden schon bald auch eine E-Mail Variante anbieten. Damit möchten wir Euch sonntags einen kleinen Wochenrückblick über die Geschehnisse auf Geschichten-Planet geben.

So sieht sie also aus, unsere Erledigungs-Liste für 2018 : Wir hoffen, Ihr begleitet uns auch in diesem Jahr und freuen uns auf Euer Feedback!

Liebe Grüße

Petra und Michael von Geschichten-Planet.de

Foto © LUM3N / pixabay