Nur Mut, kleiner Drache!

Petra stellt den Titel „Nur Mut, kleiner Drache!“ von Kristin Lückel, illustriert von Regine Altegoer, erschienen beim Kaufmann Verlag, vor:

Angst zu haben ist ja keine Schande. Aber ein Drache und Angst? Das geht natürlich gar nicht. Denn: Drachen haben keine Angst – absolut niemals nicht!
Anders ist das allerdings beim Drachenjungen Hugo. Der hat vor allem Angst: Vor Gewittern, vor Wasser, vorm Fliegen und – ja, sogar vor Feuer. Darum lassen es sich seine großen Brüder auch nicht nehmen, sich bei jeder sich bietenden Gelegenheit über Hugo lustig zu machen. Und das wiederum macht den kleinen Drachen verständlicherweise echt traurig.
Doch dann lernt Hugo die Fledermaus Freddy kennen – und zeigt zum ersten Mal, dass er richtig mutig sein kann, wenn es darauf ankommt. Freddy entpuppt sich als guter Ratgeber, der Hugo klar macht:
„Angst zu haben ist völlig normal. (…) Jeder fühlt sie manchmal.“
So schafft der Drache Hugo es schließlich, sich seinen Ängsten zu stellen und wird am Ende mit Freddy Fledermaus als neuen Freund belohnt.

Der Autorin Kristin Lückel ist eine Geschichte über das Thema Angst gelungen, das ohne pädagogischen Zeigefinger auskommt und ganz und gar und sehr glaubwürdig die Perspektive des kleinen Drachenjungen einnimmt. Und der besondere Bonus: Die Illustrationen von Regine Altegoer sind weich, facettenreich und witzig.

Deshalb unser Fazit: „Nur Mut, kleiner Drache!“ ist ein Bilderbuch, das man gern ein die Hand nimmt.

Kristin Lückel: Nur Mut, kleiner Drache!. Kaufmann Verlag 2017, 12,95 EUR

Foto: CC0, © Buddy_Nath / pixabay
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Der Geschichtenanfang der Woche: Willi ist stärker als seine Furcht

Willi sah sich um: Die Bäume hier waren uralt. Es knarzte und wisperte, wenn der Wind durch die Baumkronen fuhr. Willi fröstelte. Aber er wusste, dass er den Weg genau durch diesen Wald nehmen musste, um schneller bei seinem Freund zu sein. Und er hatte natürlich vorher mit seinen Eltern geredet – für sie war die Abkürzung in Ordnung. Sie führte auch nicht wirklich tief in den Wald hinein, aber Willi war dieser Teil des Stadtwaldes schon immer ziemlich unheimlich gewesen. Da hatte er eine Idee, wie er seine Furcht besiegen – und trotzdem vorsichtig bleiben konnte.

Was denkt Ihr – wie gewinnt Willi Mut?

Hört den Geschichten-Anfang der Woche auch auf itunes:

https://itunes.apple.com/de/podcast/der-geschichten-anfang-der-woche/id1291387251?mt=2

… oder bei soundcloud.

Foto: CC0, © Stefan Steinbauer / unsplash

Sieben Dinge, die beim Geschichtenerfinden helfen

Geschichten zu erfinden macht Spaß! Doch nicht immer liegt die passende Idee direkt vor Euren Füßen. Wenn Ihr in Gedanken gerade mit dem Ärger im Büro, der kniffligen Matheaufgabe aus den Hausaufgaben oder der Planung des nächsten Großelternbesuchs beschäftigt seid, hat Euer Gehirn gerade keine Kapazitäten mehr für aufregende, lustige oder originelle Geschichten.

Damit die Fantasie wieder Platz bekommt, helfen Dir sieben Dinge:

1. Guck Löcher in die Luft!
Hilft wirklich! Wir müssen schließlich auch mal nichts tun. Dann kann unser Geist wieder zur Ruhe kommen. Und Einfälle flattern ganz von selbst wieder in unseren Kopf.

2. Geh mal eine Runde um den Block
Beim Bewegen kann unser Denken mal ein bisschen Pause machen. Denn unser Körper hat dann noch was anderes zu tun. Viele gute Ideen entstehen beim Gehen.

3. Mal eine liegende Acht in die Luft
Die liegende Acht soll unsere beiden Gehirnhälften wieder miteinander verbinden. So tauchen plötzlich Bilder auf, und die passenden Worte zu den Bildern formulieren sich ganz von selbst.

4. Sag laut: „Stopp!“
Wenn gar nichts hilft, um das Gedankenkarussell anzuhalten: einfach mal „Stopp!“ sagen. Und zwar laut und deutlich. Vielleicht müssen wir eben auch mal von uns selbst hören, dass die Grüblerei genug ist. Und dass es wieder Zeit ist, sich schönen Gedanken zuzuwenden.

5. Kritzle ein Blockblatt voll
Kritzeln kann Spannungen lösen. Denn so wird der Bewegungsdrang, der durch Stress entsteht, zumindest ein bisschen befriedigt. Kritzeln hilft uns übrigens nicht nur dabei, Stress abzubauen und wieder Kapazitäten für Kreativität zu haben. Auch bei herausfordernden Telefonaten bringt uns Gekritzel leichter ins Gleichgewicht.

6. Schneide Grimassen
Kein Witz! Durch Muskelkontraktionen im Gesicht stimulieren wir wichtige Punkte, die an unser Gehirn melden: Alles gut! Und mit guter Laune haben wir häufig auch kreative Einfälle.

7. Schreib drei Minuten lang alle Deine Gedanken auf, ohne dabei abzusetzen
Erst denken, dann reden (bzw. schreiben) gilt hier mal nicht. Während Du sozusagen in einem Rutsch durchschreibst, denkst du gleichzeitig. Und dadurch hältst Du Deine spontanen Gedanken schriftlich fest. Lies Dir nach den drei Minuten durch, welche Gedanken Du so spontan niedergeschrieben hast. Vielleicht ist ja schon DIE Idee für Deine nächste Geschichte dabei.

Viel Spaß beim Ausprobieren und Geschichtenerfinden wünschen Euch Petra und Michael vom Geschichten-Planet!

Beitragsbild: CC0, © Jery Kiesewetter / unsplash

Unser Buch bei „family snap“

Wir haben Euch das Mama-Blog „family snap“ ja schon einmal empfohlen – und wir freuen uns, dass Yvonne unser Buch „Lasst uns eine Geschichte erfinden“ gelesen und rezensiert hat!

Wenn Ihr also wissen wollt, was eine Mama, die mit beiden Beinen (und beiden Kindern) im Leben steht, von unserem Buch hält, folgt Ihr einfach dem Link:
https://www.familysnap.de/geschichten-erzaehlen-mit-kindern-ueber-familienzeit-und-heldenabenteuer/

(Spoiler: Ihr gefällt’s …)

 

Foto: Annie Spratt / unsplash

ZEIT LEO – Das Magazin für Kinder

Petra stellt „ZEIT LEO – Das Magazin für Kinder“, erschienen im Zeitverlag Gerd Bucerius, vor:
Diesmal haben wir kein Buch, sondern ein Kindermagazin für Euch getestet. Von der Leipziger Buchmesse haben wir als Rezensionsexemplar ZEIT LEO, Ausgabe 2 – 2018 mitgebracht.

Der erste Eindruck: Die Aufmachung ist hochwertig und lädt zum Durchblättern ein. Den zweiten Eindruck bekommen wir, wenn wir das Heft aufschlagen. Dort erwartet uns ein zweites Titelblatt, das von einer jungen Leserin gestaltet wurde. Da stellt sich sofort die Frage: „Wieso hat es dieses Bild eigentlich nicht auf Seite 1 geschafft?“ Braucht es wirklich aus Marketinggründen ein durchdesigntes Deckblatt, obwohl Kinder sogar dazu aufgefordert werden, ihre Titelbildvorschläge einzureichen? Das ist die Idee nicht konsequent zu Ende geführt. Schade!

Dann kommen wir zum Inhaltsverzeichnis. Das ist schön strukturiert, von Bildausschnitten begleitet und bunt aber nicht überladen. Die Themen sind vielfältig. Die Kategorien „erleben“, „verstehen“ und „was tun“ finden wir passend. Positiv fällt auf, dass den Kindern viele aktuelle Themen „zugemutet“ werden: Vom Bitcoin über die Situation an der Mexikanischen Grenze in den USA bis hin zum Lehrermangel an Deutschen Schulen.

Was uns wirklich gut gefallen hat: Kinder werden zu Themen, z. B. Castingshows oder Klassenfahrt, nach ihrer Meinung gefragt. Unzensiert wird hier Pro und Contra abgedruckt. Das trägt wirklich zur Meinungsbildung bei, finden wir. Im Heft wechseln sich dann interessante Artikel, in denen kindgerecht komplexe Themen erklärt werden, Comics, Interviews, Antworten auf Kinderfragen, Kreativtipps und Rätselseiten ab.

Unser Resümee: Das Magazin ZEIT LEO ist lesenswert und gut geeignet und interessant für Kinder von 8 bis 12 Jahren.

ZEIT LEO – Das Magazin für Kinder. Zeitverlag Gerd Bucerius, erscheint 8x jährlich, Einzelheft 4,90 EUR
Das Rezensions-Exemplar wurde freundlicherweise vom Zeitverlag Gerd Bucerius zur Verfügung gestellt.
Foto: CC0, © kconcha / pixabay

 

Der Geschichtenanfang der Woche: Emma denkt nach

Das war Emmas Mutter auch noch nicht passiert: Statt mit ihr über „noch ein paar Minuten aufbleiben“ diskutieren zu müssen, konnte sie Emma nur staunend hinterherblicken: Sie war bereits der ersten Aufforderung, sich jetzt mal bettfertig zu machen, gefolgt. Dabei hatte Emma gute Gründe, es eilig zu haben: Sie wollte in Ruhe darüber nachdenken, was ihr heute alles passiert war. Erst Papa, der den Kofferraumdeckel des Familienautos schnell wieder zumachte, als er sie sah. Dann ihr kleiner Bruder, der sich in sein Zimmer schloss und nicht gestört werden wollte. Und schließlich ihre Mutter, die kurz vor dem Abendessen noch verschwand. Was führten die nur alle im Schilde?

„Dasch wüüde misch escht intereschieren“, murmelte Emma mit dem Mund voller Zahnpasta. Noch konnte sie sich auf all das keinen Reim machen. Aber sie würde es schon herausfinden.

Was denkt Ihr – was heckt Emmas Familie aus?

Hört den Geschichten-Anfang der Woche auch auf itunes:

https://itunes.apple.com/de/podcast/der-geschichten-anfang-der-woche/id1291387251?mt=2

… oder bei soundcloud.

Foto: CC0, © Ryan Pouncy / unsplash

Unsere Bücher zum Mutter- und Vatertag

Ganz klar: Muttertag und Vatertag kann man als reine Kommerz-Veranstaltungen betrachten. „Ich mag meine Mama und meinen Papa schließlich das ganze Jahr über – und nicht nur im Mai“, werdet Ihr Euch sicher denken.

Aber, andererseits: Schaden kann es ja wohl kaum, wenn man zwei Tage im Jahr ganz den Eltern und dem Familienleben widmet, oder? Wenn Ihr Euren Eltern außerdem eine Mitbringsel-Freude machen wollt, haben wir einen Tipp in eigener Sache für Euch: Michael hat für den Verlag Herder zwei kleine Geschenkbücher geschrieben, die jeweils Mama und Papa in den Mittelpunkt stellen. In humorvollen und hintergründigen Geschichten werden Eltern als das dargestellt, das sie nun mal sind: echte Helden.

… und speziell zum Vatertag eignet sich auch sein Buch „100 Dinge, die MANN einmal im Leben getan haben sollte“, erschienen im GROH Verlag.

Unsere – natürlich gänzlich voreingenommene – Empfehlung, um zum Mutter- oder Vatertag mit einer Aufmerksamkeit „Danke!“ zu sagen.

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Beitragsbild: CC0, © Markus Spiske, pexels

Was Mama-Bloggerinnen erzählen

Mütter können morgens noch schnell die Geburtstagstorte verschönern, tagsüber im Büro kreativ sein und abends noch eine lustige Geschichte erfinden. Klar, das können Väter auch. Aber viele Mütter schreiben darüber: Über ihren Alltag als Mutter, über ihren Spagat zwischen Elternabend, Erfolg und Eierkuchen, über das wunderbar-schrecklich-anstrengend-lustige Leben mit Kind und Kegel.

Und weil hier so richtig authentisch aus dem Alltag erzählt wird, sind wir vom Geschichten-Planet auf einige Mama-Blogs aufmerksam geworden. Ein bisschen ist das Mama-Blog-Lesen wie durchs Schlüsselloch gucken.

Es wird über Müttertypen, den Unsinn, den die eigenen Kinder anstellen, die originellsten Beschäftigungsideen, aktuelle Gemütszustände oder die besten Buchtipps geschrieben. Was aber in jeder Geschichte auf den Mama-Blogs mitklingt: Man hört die jeweilige Mutter reden.

Diese beiden Mama-Blogs finden wir wirklich lesenswert und werden sie weiter verfolgen:

www.familysnap.de
www.muttisoyeah.de/

Beitragsbild: CC0, © rawpixel / pixabay

Die Bunte Bande – Das gestohlene Fahrrad

Petra stellt den Titel „Die Bunte Bande – Das gestohlene Fahrrad“ von Corinna Fuchs, illustriert von Uli Velte und Igor Dolinger, erschienen bei Carlsen – gemeinsam mit Aktion Mensch, vor:

Dieses Buch ist wirklich anders! Und das ist gut so! Denn dieses Kinderbuch ist inklusiv und barrierefrei. Schon auf dem ersten Blick fällt das Buch aus dem Rahmen. Das Format ist etwas größer als DIN A 4. Und auf dem Cover sind – neben dem farbenfrohen Titelbild – sowohl gewohnte Buchstaben als auch Brailleschrift abgedruckt.

Das Innere des Buches ist dann ähnlich facettenreich: Alle Texte sind in schwarzen Buchstaben für sehende Kinder und in tastbarer Punktschrift für blinde Kinder geschrieben. Daneben gibt es nach jedem Abschnitt eine Doppelseite, die die Geschichte in einfacher Sprache erzählt. So ist EIN Buch für ALLE Kinder entstanden – egal, ob mit oder ohne Behinderung oder ob die Kinder gut oder nicht so gut Deutsch sprechen. Wer als Eltern, Pädagogin oder Pädagoge das Buch mit Kindern lesen oder für Kinder vorlesen möchte, findet am Ende des Buches eine gute, kleine Anleitung.

Die Geschichte selbst dreht sich um die Bunte Bande. Tessa, Tom, Henry, Leo und Jule sind so verschieden, wie Kinder eben sind. Ein bisschen wurde schon mit Klischees gearbeitet. Gleichzeitig ist es aber wirklich schön, dass hier versucht wurde, eine echte Vielfalt abzubilden.

Die Handlung in Kurzfassung: Die Bunte Bande ist gerade dabei, die Wände des Kinder- und Jugendzentrums zu verschönern, als ihnen eine echte Herausforderung sozusagen vor die Füße fällt: Ihr Freund Ben braucht dringend ein neues Fahrrad, nachdem sein altes geklaut wurde. Weil der sich aber keines leisten kann, beschließen die Kinder der Bunten Bande, durch Aktionen Geld für Bens neues Fahrrad zu verdienen.  Die Geschichte ist nicht außergewöhnlich, aber für Kinder durchaus interessant. Was uns aber wirklich begeistert hat: Die Idee und das Gesamtkonzept des Buches! Wir finden, es ist ein toller Beitrag für mehr Verständnis und für echte Teilhabe. Dafür hat es ein überzeugtes „Empfehlenswert!“ verdient.

Corinna Fuchs: Die Bunte Bande – Das gestohlene Fahrrad. Carlsen Verlag 2018, 24 EUR
Foto: CC0, © Clark Young / unsplash

Das Rezensions-Exemplar wurde freundlicherweise vom Carlsen Verlag zur Verfügung gestellt.
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Der geheimnisvolle Diebstahl

Petra stellt den Titel „Der geheimnisvolle Diebstahl“ von Silvia Möller, illustriert von Manfred Tophoven, erschienen beim Kaufmann Verlag, vor.

Erst einmal vorweg: Das Konzept des Buches hat uns neugierig gemacht. Denn hier handelt es sich um einen Kinderkrimi, der aus der Reihe tanzt. Krimis für Kinder gibt es ja jede Menge. Das Thema dieses Buches ist hingegen ganz speziell: Es handelt sich um einen Erstkommunion-Krimi. Und genau deshalb dreht sich die Geschichte auch um vier Kinder, die kurz vor ihrer Erstkommunion stehen.

Florian, Lena, Hannes und Chris sind unzertrennlich. Sie verbindet nicht nur ihre Freundschaft, sondern auch eine Leidenschaft für Fußball und ihre bevorstehende Erstkommunion. Während der Vorbereitung darauf passiert es dann: Ein sehr wertvolles Buch – ein Evangeliar – wird aus der Kirche gestohlen. Die Freude beschließen, den Dieb zu finden. Dabei wird ihre Freundschaft auf die Probe gestellt, und die vier erleben echt spannende Situationen, in denen Scharfsinn und Mut gefragt sind. Wir wollen nicht zu viel verraten. Aber klar ist natürlich, dass der Diebstahl am Ende aufgeklärt wird!

Was übrigens immer als Nebenstrang mitläuft, ist die Erstkommunion-Vorbereitung der Kinder. Deshalb ist es nur konsequent, dass die Geschichte mit dem großen Tag, der Erstkommunion der Freunde, endet. So ist das Buch eine wirklich originelle Geschenkidee für alle Kommunionkinder. Und das ist echt einmalig!

Silvia Möller: Der geheimnisvolle Diebstahl. Kaufmann Verlag 2018, 12,95 EUR
Foto: CC0, © Martin Sattler / unsplash
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