Dann heul doch!

Wenn Geschichten zu Tränen rühren – warum denen dann nicht freien Lauf lassen? Das ist unsere Meinung. Denn wenn eine erfundene Geschichten mal so richtig traurige Passagen hat, dann muss das auch irgendwie gezeigt werden. Beim Geschichtenerzählen sollte es also sein wie bei einem ergreifenden Kinofilm: Taschentücher raus und einfach mitleiden. Das gilt übrigens für Erzähler, Erzählerinnen und auch für die Zuhörenden.

Klar sollte eine erfundene Geschichte für Kinder dann am Ende gut ausgehen. Oder zumindest Zuversicht vermitteln. Aber nicht jede Geschichte muss immer ein Schenkelklopfer sein. Oder ein superspannendes Megaabenteuer. Auch traurige Geschichten müssen manchmal erzählt werden. Wenn Geschichtenerzähler und Zuhörende übrigens bei Geschichten weinen, hat das durchaus eine entlastende Komponente. Weinen zuzulassen ist nämlich ein echter Trost.

Natürlich müssen erwachsene Erzähler und Erzählerinnen ein Auge darauf haben, ob ihre jungen Zuhörenden während oder nach einer traurigen Geschichte noch Unterstützung brauchen, um sich wieder zu regulieren. Kuscheln hilft hier auf alle Fälle. Traut euch also ruhig auch mal an eine traurige Geschichte heran.

Foto: CC0, © Aliyah Jamous / unsplash

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