Vorlese- und Kinderbücher

„Wie kleine Tiere schlafen gehen“

Michael stellt den Titel „Wie kleine Tiere schlafen gehen“ von Marina Rachner und Anne-Kristin zur Brügge, erschienen bei Oetinger, vor:

Ein Standard-Rezept, wie man es seinem Kind leichter macht, in den Schlaf zu finden, gibt es leider nicht. Aber ich denke, „Wie kleine Tiere schlafen gehen“ ist auf jeden Fall ein Vorlesebuch, mit dem man gute Voraussetzungen für sanftes Schlummern schafft. Dafür gibt es zwei Gründe: Zum einen ist es ganz einfach ein liebenswertes Büchlein mit niedlichen Illustrationen und wunderschönen Reimen. Zum anderen etabliert es ein sinnvolles Einschlafritual – und Rituale sind, da kennt sich meine Kollegin Petra bestens aus, enorm wichtig für den kindgerechten Tagesablauf. Mir gefällt besonders, dass auf der letzten Doppelseite der Inhalt der vorhergehenden Seiten wiederholt wird.

Einziges Manko, das mir inhaltlich aufgefallen ist: Alle Tierkinder und auch das Mädchen am Schluss werden von nur einem Elternteil ins Bett gebracht. Das wird zwar in der Praxis oft so sein, aber zumindest in der letzten Bild-Text-Kombination wäre sicher auch Platz für eine zweite Bezugsperson gewesen.

Dennoch: eine unbedingte Empfehlung, weil so charmant und niedlich!

Das Rezensions-Exemplar stammt aus dem eigenen Fundus.
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„Badetag für Hasenkind“

Petra stellt den Titel „Badetag für Hasenkind“ von Jörg Mühle, erschienen bei Moritz Verlag, vor:

Pappbilderbücher für die Jüngsten gibt es jede Menge. Doch ein besonders herausragendes ist „Badetag für Hasenkind“! Nicht nur, dass es an die Erlebniswelt von Kindern zwischen einem und zwei Jahren anknüpft – denn in diesem Alter ist das Baden ja wahrlich ein besonderes und spannendes Vergnügen. Es trifft den Nerv von Kleinkindern noch viel facettenreicher: Alle Seiten, auf denen es um Wasser geht, sind türkisblau. Die Seiten, auf denen die Geschichte dann im „Trockenen“ spielt, sind in einem warmen Gelb. Herrlich! Zudem besteht die Geschichte, die erzählt wird, pro Seite aus nicht mehr als drei Sätzen. Und trotzdem ist alles gesagt, was Kinder bei der entsprechenden Szene wissen müssen. Was noch heraussticht: Die Kinder werden auf jeder Seite mit einbezogen. Sie werden aufgefordert, nach dem Hasenkind zu rufen, dem Hasenkind die Augen zuzuhalten oder den Knopf des Föns zu drücken. Dadurch wird die Mini-Geschichte zum echten Mitmacherlebnis.

Die Illustrationen in dem Buch sind sparsam. Genau richtig also für die Allerjüngsten. Ich finde das Buch rundum gelungen. Eine echte Empfehlung für alle Eltern, Großeltern oder Erzieherinnen, die ein tolles Buch für Kleinkinder suchen!

Jörg Mühle: Badetag für Hasenkind. Moritz Verlag 2017, 8,95 EUR
Das Rezensions-Exemplar stammt aus dem eigenen Fundus.
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„Der verrückte Erfinderschuppen: Der Limonadensprudler“

Petra stellt den Titel „Der verrückte Erfinderschuppen: Der Limonadensprudler“ von Lena Hach mit Illustrationen von Daniela Kulot, erschienen bei Mixtvision, vor:

Drei Kinder beschließen, ab jetzt Erfinder zu sein – mit Aussicht auf viel Geld, falls sie mit ihren Erfindungen dann mal den Nobelpreis abräumen werden.

Sympathisch, witzig und frech erzählt die Autorin Lena Hach die Geschichte von zwei Jungen und einem Mädchen aus der Perspektive von Fred. Seine Freunde Tilda, Walter und er belagern den Gartenschuppen von Tildas Oma und erklären ihn kurzerhand zu ihrem  Erfinder-Hauptquartier. Und schon beginnt das Abenteuer der drei Erfinder. In diesem ersten Band entwickeln sie gemeinsam – einige witzigen Fehlschläge inbegriffen – den ersten Limonadensprudler der Welt.

An manchen Stellen hätte ich als Erwachsene mir gewünscht, dass die fantastischen Elemente sich klarer von realen abheben. Denn an bestimmten Stellen wird es durchaus auch mal gefährlich oder unangenehm für die Kids. Doch der Ton der Geschichte und die kreativen Wendungen machen immer wieder Lust auf das nächste Kapitel.

Ein tolles Highlight im Buch sind außerdem die Illustrationen von Daniela Kulot: Witzig, detailreich und stimmig machen sie aus der Geschichte ein gelungenes Ganzes.

Bild © privat

Lena Hach: Der verrückte Erfinderschuppen: Der Limonadensprudler. Mixtvision 2017, 12,90 EUR
Das Rezensions-Exemplar wurde freundlicherweise vom Verlag Mixtvision zur Verfügung gestellt.
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„Opa, welche Farbe hat der Tod?“

Petra stellt den Titel „Opa, welche Farbe hat der Tod“ von Annett Stütze und Britta Vorbach mit Illustrationen von Mascha Greune, erschienen im Patmos Verlag, vor:

Mit Kindern das schwierige Thema Tod ansprechen – wie kann das gelingen? Hilfreich hierfür ist auf jeden Fall dieses Bilderbuch! Es erzählt die Geschichte von Großvater Hase, der merkt, dass er den nächsten Frühling nicht erleben wird. Offen und ehrlich spricht er mit Enkel-Hase darüber. Denn er weiß:

„Niemand sprach gerne über den Tod. Oder über das Sterben. Niemand.“

Was das Buch so einzigartig macht: Der kleine Hase darf seinem Opa wirklich alle Fragen stellen, die ihm unter den Nägeln … oder Pfoten … brennen. Das macht das Buch so kindgerecht. Denn Kinder wollen ganz andere Dinge als Erwachsene wissen. Der kleine Hase fragt also noch, wie der Tod riecht, warum man stirbt und ob man den Tod nicht verjagen kann. Und der Opa-Hase antwortet, so gut er kann.

Am Ende der Geschichte stirbt Opa Hase.

„Etwas beginnt, etwas endet. Die Sonne geht auf, sie geht unter.“

Aber weil der kleine Hase sich wirklich von seinem Großvater verabschieden konnte und Zeit hat, um zu trauern, stehen am Ende die guten Erinnerungen an den Opa im Vordergrund. Ein Bilderbuch, das traurig und schön zugleich ist.

Die Illustrationen sind warm und ansprechend. Sie begleiten das Thema auf herausragende Weise und machen das Buch zu etwas Besonderem.

Bild CC0, ©debowscyfoto / Pixabay

Annett Stütze und Britta Vorbach: Opa, welche Farbe hat der Tod?. Patmos Verlag 2017, 13,00 EUR
Das Rezensions-Exemplar wurde freundlicherweise vom Patmos Verlag zur Verfügung gestellt.
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„Auf die Piste – fertig – los!“

Petra stellt den Titel „Auf die Piste – fertig – los!“ von Felix Neureuther unter Mitwirkung von Bastian Schweinsteiger, erschienen bei KERLE Verlag, vor:

Wenn prominente Autoren Bücher schreiben, ist das in der Regel ein Verkaufsargument, nicht unbedingt aber eine Garantie für eine gute Geschichte. Dieses Buch überzeugt allerdings vom Gegenteil. Denn der Skistar Felix Neureuther weiß nicht nur, wovon er schreibt – er hat auch eine schöne kleine Geschichte entwickelt, die Kinder fesselt.

Im Vorwort macht Felix Neureuther bereits neugierig auf das Buch und die Figuren. Und er lüftet auch gleich das Geheimnis, welche reale Person sich hinter welchem Tier in der Geschichte verbirgt.

Das wunderschön von Sabine Straub illustrierte Bilderbuch erzählt eine Geschichte über die Freude am Bewegen – und zwar nicht nur mit dem Fokus aufs Skifahren. Aber es erzählt vor allem über Freundschaft, die beim Sport und gerade in schwierigen Situationen trägt. Was zudem positiv auffällt: Die Kinder werden nicht nur durch die Geschichte selbst angesprochen, sondern auch durch ein kleines Suchrätsel, dass sich durch das gesamte Buch zieht, zum Mitmachen angeregt.

Das Buch ist eingebettet in die Kampagne „Fit4Future“, gestützt vom Deutschen Skiverband und dem Deutschen Skilehrerverband.

Felix Neureuther: Auf die Piste – fertig – los!. Kerle Verlag 2017, 15 EUR

Das Rezensions-Exemplar wurde freundlicherweise vom Kerle Verlag zur Verfügung gestellt.
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„Wieselwusel“

Petra stellt den Titel „Wieselwusel“ von Michat Krygier, übersetzt von Marion Voigt und illustriert von Alicja Wasilka, erschienen bei Fabulus-Verlag, vor:

Der erste Eindruck dieses Bilderbuches: Wow! Das Cover zieht mit der originellen Gestaltung in Türkis-Orange magisch an. Wenn man den Buchdeckel aufklappt, wird man von einer silberfarbigen Illustration mit bunten Klecksen begrüßt. Schon das ist an diesem Bilderbuch besonders. Auf jeder Seite macht das Buch seinem Titel dann alle Ehre: In den wunderschönen Illustrationen wieselwuselt es auf magische Weise.

Die Geschichte ist kurz und auf den Punkt gebracht: Sie erzählt davon, wie Wieselwusel, der sich klammheimlich bei der Familie einquartiert hat, jede Menge Chaos anrichtet. Es vergnügt sich in Omas Wollkorb, lässt Dinge verschwinden und macht ziemliche Unordnung. Doch am Ende steht fest: Ohne Wieselwusel wäre das Leben ziemlich langweilig.

Fazit: Wieselwusel ist ein Bilderbuch, das Kindern und erwachsenen Lesern gleichermaßen Spaß macht und in dem sich Familien wiederfinden.

Michat Krygier: Wieselwusel. Fabulus-Verlag 2016, 14,95 EUR

Das Rezensions-Exemplar wurde freundlicherweise von der Übersetzerin Marion Voigt zur Verfügung gestellt.
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„Salzburg – Stadtführer für Kinder“

Petra stellt den Titel „Salzburg – Stadtführer für Kinder“ von Margit Salamonsberger und Johanna de Wailly, erschienen bei Picus Verlag, vor:

Mit Kindern in einer Stadt unterwegs – da ist Langeweile vorprogrammiert? Nicht, wenn Ihr diesen tollen Stadtführer für Kinder im Gepäck habt!

Der Stadtführer „Salzburg“ ist eine herrliche Einladung an Kinder, die Stadt Salzburg zu „be-greifen“ und zu entdecken. Vom Verlag ist er ab 8 Jahren empfohlen. In diesem Alter eignet er sich, um gemeinsam als Familie die sieben Rundgänge durch Salzburg zu machen. Aber er ist auch wunderbar für etwas ältere Kinder geeignet, die schon auf eigene Faust losziehen können. Denn die kleinen Leseabschnitte erklären kindgerecht, was es wo zu entdecken gibt. Außerdem sind alle Wege auf schön illustrierten Kartenausschnitten eingezeichnet. So können sich Kinder selbst gut orientieren.

Humorvolle, detailreiche Illustrationen, kleine Rätsel, verständliche Hinweise auf öffentliche Verkehrsmittel und Tipps von A bis Z machen aus dem Stadtführer für Kinder ein echtes Highlight und einen unverzichtbaren Begleiter für Familien-Städtetouren.

Weitere Kinderstadtführer aus der Reihe sind übrigens auch für München, Berlin, Hamburg, Lübeck, Innsbruck und Wien erschienen. Welche Stadt wollt ihr als nächstes gemeinsam erkunden?

Margit Salamonsberger und Johanna de Wailly: Salzburg – Stadtführer für Kinder. Picus Verlag Neuauflage 2017, 12 EUR

Das Rezensions-Exemplar wurde freundlicherweise vom Picus Verlag zur Verfügung gestellt.
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Ein Ausflug zum Reiterhof

Petra stellt den Titel „Ein Ausflug zum Reiterhof“ von Beate Dölling vor. Das Buch wendet sich an die kleinsten Leser, ist illustriert von Elke Broska und erschienen bei FISCHER Duden Kinderbuch in der Reihe „Leseprofi“.

Lesen lernen ist eine echte Herausforderung für Kinder. Dieses Buch kann dabei helfen, schnelle Erfolge zu erzielen. Denn in jedem – kurzen und einfachen – Satz wird ein Wort durch ein Bild ersetzt. So erleben Kinder schnell erste Leseerfolge und werden ermutigt, sich nach und nach Wort für Wort zu erlesen.

Die Geschichte „Ein Ausflug zum Reiterhof“ ist einfach, aber dennoch spannend und überraschend. Denn das freche Pony Bobby entpuppt sich als „Taschendieb“. Gut, dass Lea einen Trick kennt, um ihm die Tasche wieder abzuluchsen.

Die Illustrationen zur Geschichte sind weich, liebevoll und detailreich. Besonders Pferdeliebhaber*innen kommen bei der Geschichte auf ihre Kosten.

Was noch positiv auffällt: Auf dem Deckblatt zu jedem Kapitel und am Ende des Buches gibt es jeweils ein Verzeichnis, welches Bild das entsprechende Wort im Text ersetzt.

Beate Dölling: Ein Ausflug zum Reiterhof – Mit Bildern lesen lernen. FISCHER Duden Kinderbuch 2017, 8,99 EUR
Das Rezensions-Exemplar wurde freundlicherweise von FISCHER Duden Kinderbuch zur Verfügung gestellt.