Jugendliteratur

„Ein verrückter Sommer“

Petra stellt den Titel „Ein verrückter Sommer“ von Annette Weber, erschienen in der Reihe „Lass mal lesen!“ beim Verlag an der Ruhr, vor:

Wie schafft man es, Jugendlichen, die Schwierigkeiten beim Lesen haben, Lust auf ein Buch zu machen? Mit diesen Kurzgeschichten! Die Geschichten sind eigentlich als Schullektüre konzipiert, passen aber auch gut in jeden Bücherschrank von Jugendlichen zu Hause. Die Aufgaben zu den Geschichten können dann ja einfach überblättert werden 🙂

Wenn das Lesen nicht so leicht fällt, braucht es überschaubare, aber interessante und altersgerechte Texte. Der Autorin ist es gelungen, Geschichten zu erzählen, die die Jugendlichen „abholen“ und die eng an der Realität anknüpfen – ganz ohne erhobenem Zeigefinger. Am besten gefällt mir gleich die erste Geschichte, in der ein Junge echt keinen Bock auf Englisch hat und auch keine Ahnung, warum er überhaupt Vokabeln pauken soll. An einem Fahrkartenschalter am Bahnhof erlebt er dann, wie er seine Englischkenntnisse plötzlich gut gebrauchen kann. Und wie er am Ende richtig stolz auf sich sein kann.

Einziger Kritikpunkt: Der Titel verspricht Geschichten, die nach Urlaub und Sonne „schmecken“. Allerdings stehen die Themen Ferien und Urlaub nur bei einigen Geschichten im Vordergrund. Es ist also zwar ein Buch, in dem die Geschichten auf dem ersten Blick im Sommer spielen, die aber durchaus das gesamte Jahr über gelesen werden können. Aus meiner Sicht sehr empfehlenswert!

Annette Weber: Ein verrückter Sommer. Verlag an der Ruhr 2017, 6,99 EUR

Das Rezensions-Exemplar wurde freundlicherweise vom Verlag an der Ruhr zur Verfügung gestellt.


„Aquila“

Petra stellt den Titel „Aquila“ von Ursula Poznanski, erschienen bei Loewe Verlag, vor. Zuerst die Verlagsinfo zum Inhalt:

‚Ohne Erinnerung an die letzten zwei Tage streift die Studentin Nika durch Siena. Sie vermisst ihr Handy, ihre Schlüssel und ihren Pass. Mitbewohnerin Jennifer ist ebenfalls verschwunden. Dafür steckt in Nikas Hosentasche ein Zettel mit mysteriösen Botschaften und Anweisungen.

Das Blut ist nicht deines.
Du weißt, wo das Wasser am dunkelsten ist.
Halte dich fern von Adler und Einhorn …

Welchen Sinn soll das ergeben? Und was, zum Teufel, ist geschehen zwischen Samstagabend und Dienstagmorgen?‘

Meine Meinung:

Ich muss zugeben, ich bin ein echter Fan der österreichischen Autorin Ursula Poznanski! Darum stand es außer Frage, dass ich dieses Buch lesen musste. Meine erste Hürde war dann allerdings das Cover, das mich nicht besonders angesprochen hat. Dafür hat die Geschichte zwischen den Buchdeckeln mich umso mehr gefesselt. Die Autorin dosiert Spannung, Wendepunkte und italienisches Lebensgefühl und Lokalkolorit genau richtig für jugendliche Leser und Leserinnen. Man fiebert unweigerlich mit der Protagonistin mit, die verzweifelt versucht, das Geheimnis um die Zeit, an die sie keine Erinnerung mehr hat, zu lüften.

An manchen Stellen war mir als Erwachsene das Erzähltempo etwas zu langsam – und die Entscheidungen der jungen Studentin Nika zu willkürlich. Doch im Gesamtpaket schaffte die Autorin Poznanski es, dass ich das Buch tatsächlich erst zur Seite legen konnte, als ich endlich wusste, wie die Geschichte ausgeht.

Fazit: Ein spannender Jugendthriller für alle, die den Thrill und Italien lieben!

Foto: privat

Ursula Poznansik: Aquila. Loewe Verlag 2017, 16,95 EUR
Das Rezensions-Exemplar stammt aus dem eigenen Fundus.
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