Badetag für Hasenkind

Petra stellt den Titel „Badetag für Hasenkind“ von Jörg Mühle, erschienen bei Moritz Verlag, vor:

Pappbilderbücher für die Jüngsten gibt es jede Menge. Doch ein besonders herausragendes ist „Badetag für Hasenkind“! Nicht nur, dass es an die Erlebniswelt von Kindern zwischen einem und zwei Jahren anknüpft – denn in diesem Alter ist das Baden ja wahrlich ein besonderes und spannendes Vergnügen. Es trifft den Nerv von Kleinkindern noch viel facettenreicher: Alle Seiten, auf denen es um Wasser geht, sind türkisblau. Die Seiten, auf denen die Geschichte dann im „Trockenen“ spielt, sind in einem warmen Gelb. Herrlich! Zudem besteht die Geschichte, die erzählt wird, pro Seite aus nicht mehr als drei Sätzen. Und trotzdem ist alles gesagt, was Kinder bei der entsprechenden Szene wissen müssen. Was noch heraussticht: Die Kinder werden auf jeder Seite mit einbezogen. Sie werden aufgefordert, nach dem Hasenkind zu rufen, dem Hasenkind die Augen zuzuhalten oder den Knopf des Föns zu drücken. Dadurch wird die Mini-Geschichte zum echten Mitmacherlebnis.

Die Illustrationen in dem Buch sind sparsam. Genau richtig also für die Allerjüngsten. Ich finde das Buch rundum gelungen. Eine echte Empfehlung für alle Eltern, Großeltern oder Erzieherinnen, die ein tolles Buch für Kleinkinder suchen!

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Jörg Mühle: Badetag für Hasenkind. Moritz Verlag 2017, 8,95 EUR
Das Rezensions-Exemplar stammt aus dem eigenen Fundus.
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Ein individuelles Bilderbuch lädt zum Erzählen ein

Ein Beitrag von Petra, der Lust aufs gemeinsame Basteln macht:

Bilderbücher begeistern schon die Jüngsten. Hier können sie erst Ente, Hund, Esel und Co. entdecken. Später finden sie in den Illustrationen zur Geschichte interessante Details und können anhand der Bilder die Geschichte leicht mitverfolgen und miterzählen. Wie spannend es aber ist, selbst Hauptperson einer Bilderbuchgeschichte zu sein! Das könnt Ihr ruckzuck verwirklichen. Sammelt Kinder- und Familienfotos, z. B. von einer Urlaubsreise oder einfach von alltäglichen Situationen. Klebt  jedes Foto auf einen festen Tonkarton – gerne in unterschiedlichsten Farben! Locht  die Blätter anschließend und verbindet die Seiten mit zwei Schlüsselringen. Fertig ist das ganz persönliche, individuelle Bilderbuch. Bestimmt fallen den Kindern und Euch Seite um Seite die spannendsten Geschichten ein, die Ihr Euch gemeinsam erzählen könnt.

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Vorlesen draußen: Ein Genuss für Augen und Seele

Zu dem Zeitpunkt, als dieser Blogeintrag entstand, sah es wettermäßig nicht gerade so aus, als wenn es Spaß machen könnte, draußen zu sein. Trotzdem: Auch der Herbst hat schließlich schöne Sonnentage, und außerdem gilt gerade mit Kindern: „Es gibt kein schlechtes Wetter, nur die falsche Kleidung!“
Nun denn: Die Jacke zugezogen, den Schal um den Hals gewickelt und ab nach draußen, um einmal Petras Tipp auszuprobieren! Nur die Idee mit dem Freibad muss wohl noch ein wenig warten …

Wer sagt denn, dass Vorlesen immer im lauschigen Wohnzimmer auf der Couch oder im Ohrensessel stattfinden muss? Vorleseorte finden sich überall – drinnen wie draußen. Das Besondere an Draußen-Leseorten: Hier passt die Atmosphäre und das Licht. Denn Sonnenlicht ist beim konzentrierten Sehen für die Augen die beste Beleuchtung, mit der keine künstliche Innenbeleuchtung mithalten kann. Wie wäre es, wenn Ihr mit den Kindern die besten Vorleseorte passend zu den Lieblingsgeschichten sucht? Die Wichtelgeschichte wird kurzerhand auf einer Lichtung im Wald vorgelesen. Die Geschichte, bei der es um Wasser geht, passt wunderbar ins Freibad. Und für die Geschichte von Käfern und Schmetterlingen wird das Vorleselager auf der Wiese im Garten aufgeschlagen. So werden typische Geräusche draußen zur Hintergrundmusik der Geschichte.

Taucht gemeinsam ein!

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Mitgemacht statt stillgesessen

Ein Beitrag von Petra zum Thema „Nun bleib doch sitzen!“ beim Vorlesen und Geschichtenerzählen:

Einschlafgeschichten, Kuschelgeschichten oder einfach nur Geschichten für zwischendurch: Geschichten vorgelesen oder erzählt zu bekommen, ist ein wunderbares Ritual, das Kinder lieben. Ihr könnt bei Kindern kaum zu früh damit anfangen. Gut, die Allerjüngsten bis zwei Jahren sollten besser gemeinsam mit Euch in einfachen Bilderbüchern blättern und Dinge mit Eurer Hilfe benennen. Doch schon ab zwei Jahren kann Vorlesen eine wunderbare Intensivaktion sein.

Was Ihr hier beachten solltet: Besonders für Kleinkinder ist es wichtig, dass Vorlesen nicht langes Stillsitzen bedeutet. Stattdessen sollten Kinder beim Zuhören aktiv werden dürfen. Macht also am besten nach zwei Sätzen eine kleine Pause und bindet die Kinder mit ein. Fordert zum Mitmachen passend zur Geschichte auf, z. B.: „Kannst du auch winken, so wie der Zwerg?“, „Hüpf doch mal wie der Frosch aus der Geschichte!“ oder „Zeig mal, wie du mit dem Kopf wackeln kannst.“

So wird das Kind Mitakteur der Geschichte und Geschichtenlauschen und –erleben wird zum schönsten Ritual für alle!

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„Lasst uns eine Geschichte erfinden“ – Leseprobe

Am 18. August 2017 ist im Verlag Herder  das erste gemeinsame Buch von Petra und Michael erschienen: „Lasst uns eine Geschichte erfinden – Storytelling mit der ganzen Familie“.

Dabei verfolgen die beiden Autoren ein innovatives, eigenständiges Konzept: In insgesamt 12 Kapiteln werden unterschiedliche Aspekte des Geschichtenerzählens und die Wirkung von Geschichten beleuchtet. Zu Beginn jedes Kapitels erläutert Petra pädagogische Hintergründe und gibt ganz konkrete Tipps, wie aus einer Geschichte eine wertvolle, kindgerechte Anregung wird. Anschließend zeigt Michael an einer Beispielerzählung, wie eine solche Geschichte mit sinnvoller Funktion aussehen kann. Und schließlich fordert ein motivierender Kreativteil dazu auf, im Rahmen der ganzen Familie eigene Geschichten zu erfinden und zu erzählen.

Und wie sieht das Ganze nun aus? Das zeigen wir Euch – mit freundlicher Genehmigung des Verlags dürfen wir Auszüge aus einem Kapitel veröffentlichen. Wir haben uns für das Kapitel mit extra viel Fantasie entschieden und wünschen Euch viel Vergnügen beim Reinlesen!
(Am Ende der Leseprobe findet Ihr den Partnerlink zu Amazon)

KINDER BRAUCHEN FANTASTISCHE GESCHICHTEN, DAMIT IHRE SEELE WACHSEN KANN

– und es darf ruhig auch mal gruselig sein …

Lassen Sie in Ihren erzählten Geschichten ruhig Ihre Helden zum Mond  fliegen und Gespenster herumgeistern. Damit treffen Sie nicht nur den Nerv Ihrer kleinen Zuhörer, sondern schaffen auch ganz neue, kreative Auseinandersetzungsmöglichkeiten mit verschiedenen  Themen.

(…)

Erzählen Sie von Zauberern, Gespenstern oder Riesen

Bauen Sie fantastische Gestalten in Ihre Geschichten ein. Und erfinden Sie Figuren, die überaus stark, schrecklich gefährlich, des Zauberns mächtig oder unsichtbar sind. In der Fantasie ist eben alles möglich. Dabei müssen Sie keine Angst haben, dass Sie Kinder mit solchen Erzählungen überfordern oder ängstigen würden. Kinder stellen sich in ihrer Fantasie die beschriebenen Figuren nur so gefährlich oder schrecklich vor, wie sie es ganz persönlich verkraften können. Das ist vor allem bei erzählten Geschichten so. Denn beim Erzählen zeigen Sie den Kindern keine vorgefertigten Bilder, schauen sich keine Buchillustrationen an, bei denen jemand eine gruselige Figur schon vorgegeben hat. Alle Bilder entstehen ausschließlich im Kopf des kleinen Zuhörers. Und der mutet sich nur so viel zu, wie ihm guttut.

(…)

So erzählen Sie kindgerechte Fantasiegeschichten

Damit Ihre fantasievollen Geschichten bei Kindern gut ankommen und gerne gehört werden, können Sie auf einige kleine Kniffe und Tipps zurückgreifen:

  • Achten Sie bei einer fantastischen Geschichte immer darauf, dass sie gut ausgeht. Kinder brauchen – gerade wenn der Inhalt der Geschichte sehr spannend und vielleicht auch überzeichnet gefährlich ist – die Sicherheit, dass das Gute am Ende siegt.
  • Merken Sie sich die Eckpunkte Ihrer fantastischen Erzählung gut. Denn gerade gruselige, spannende Geschichten sollten durchaus öfter erzählt werden. Bei jeder Wiederholung werden die Kinder den Helden umso mehr anfeuern, auf dass er seine Aufgabe gut meistern wird. Auch wenn sie natürlich schon wissen, wie es ausgehen wird.
  • Lassen Sie erfundene Figuren ruhig immer wieder etwas Neues erleben. Wenn die Figur den Kindern schon vertraut ist, bekommen Sie sicherlich auch Stichworte und Ideen von den Kindern, wie die Geschichte diesmal sein soll. Der Zwerg Winzi kann im Wald schließlich allerhand erleben oder die kleine Hexe Hilli wird in der Hexenschule immer wieder neue Hexenprüfungen bestehen müssen.
  • Nehmen Sie sich Zeit beim Beschreiben der besonderen, magischen, fantasievollen Figur in Ihrer Geschichte. Und merken Sie sich die äußeren Merkmale. Dann können Sie diese Schilderung als Einstieg für alle weiteren Abenteuer dieser Figur verwenden. Zudem lernen die Kinder den Riesen, Drachen oder Zauberer dadurch besonders genau kennen. Und bestimmt werden sie beim zweiten oder dritten Abenteuer dieser Figur am Anfang mitreden, wenn Sie vom blau schimmernden, krummen Zauberhut, von der Hakennase mit drei grünen Warzen auf der Spitze oder vom Schnurrbart, der bis zu den Zehenspitzen reicht, berichten.
  • Greifen Sie bei fantastischen Geschichten ruhig auch auf sich wiederholende Phrasen während des Geschichtenfortgangs zurück. Verwenden Sie zum Beispiel Zaubersprüche, die immer wieder aufgesagt werden. Oder legen Sie der fantastischen Figur bestimmte Redewendungen in den Mund. Sagt der Räuber zum dritten Mal »Eieieiei, verblüxt noch mal«, werden die Kinder bestimmt lachend mit einstimmen.(…)

    Geschichte:  Ich bin zu groß zum Gruseln!

    »Gute Nacht, Ben!«
    Benjamins Mutter gab ihm, wie jeden Abend, einen sanften Gutenachtkuss auf die Stirn und zog ihm dabei die Decke bis zu den Schultern.
    »Gute Nacht, Mama! Schaust du noch in den Schrank?«, fragte er mit sorgenvollem Blick.
    »Aber natürlich.« Sie ging zu Bens Kleiderschrank, öffnete die Türen so weit, dass Ben hineinsehen konnte, und sagte: »Siehst du? Niemand drin. Keine Geister, Hexen und Zauberer.«
    »Und Monster?«
    »Moment, ich schau noch mal … hm … nein, auch keine Monster.«
    »Danke, Mama.«
    »Bitte schön. Und jetzt schlaf«, sagte Bens Mutter und löschte das Deckenlicht. Nur das kleine Nachtlicht neben seiner Tür vertrieb ein wenig von der Dunkelheit in seinem Zimmer. Weil seine Mutter ihm gesagt hatte, dass es in seinem Schrank nichts gab, wovor er sich fürchten müsste, schlief Ben auch bald ein. Aber kurz darauf weckte ihn ein Rütteln an seiner Schulter.
    »Ben! Ben!«, flüsterte jemand aufgeregt. Erschrocken fuhr er hoch – und sah seinen geliebten Teddy Kasimir auf dem Kopfkissen sitzen. Der starrte ihn mit ängstlichen Knopfaugen an. Benjamin rieb sich die Augen.
    »Du kannst reden?«, fragte er verwirrt.
    »Aber natürlich! Ich bin dein Teddy! Wie sollten wir uns sonst unterhalten?«, erwiderte das Kuscheltier, und Ben musste zugeben, dass diese Erklärung ganz logisch klang. Also fragte er nicht weiter nach und wollte wissen: »Was ist denn, Kasimir?«

    Da ist jemand im Schrank!«
    »Aber meine Mami hat doch nachgesehen.«
    »Trotzdem.«
    »Hast du etwa Angst, Kasimir?«
    »Klar! Ich gehöre zur kleinsten aller Bärenarten, kann nicht weglaufen und habe keine Krallen wie mein Onkel Georg Grizzly. Natürlich habe ich Angst! Du nicht?« Benjamin entschloss, vor einem kleinen Teddy keine Furcht zu zeigen, streckte Brust und Kinn vor und sagte, mehr um sich selbst zu überzeugen:
    »Natürlich nicht! Ich bin zu groß zum Gruseln!« Er klemmte sich Kasimir unter den Arm, hüpfte aus dem Bett und schritt wagemutig in Richtung Schrank. Dabei hielt er den Teddy ganz fest. Obwohl Benjamin so furchtlos tat, war irgendwie nicht ganz klar, wer hier eigentlich wen beschützte, als sie vorsichtig in den Schrank lugten.
    »Hallo?«, sagte Ben leise, und bevor er »Ist da wer?« fragen konnte, stupste Kasimir ihn an.
    »Da!«, sagte der Bär und deutete mit einer Tatze tiefer in den Schrank hinein. »Da ist Licht!«
    Und tatsächlich: Es war Benjamin noch nie aufgefallen, aber tief drin im Schrank erkannte er einen Spalt, durch den etwas Licht drang. Sie gingen einen Schritt weiter, und als sie ganz im Schrank waren, fiel die Tür hinter ihnen zu. Sie zuckten zusammen, doch hinter ihnen war es zu dunkel, um irgendetwas zu erkennen und einen Ausweg zu suchen. Also gingen sie näher zu dem Spalt, und nun hörten sie sogar Stimmen! Gebannt legten Junge und Bär je ein Ohr an den Lichtspalt und lauschten angestrengt.

    »Warzenschleim und Krötenglibber, ich sage doch, da ist niemand im Schrank! Keine Hexen, keine Geister.«
    »Und Menschen?«
    »Wie sollen denn Menschen in deinen Schrank kommmen? Aber gut, ich seh mal nach.«
    Schlurfende Schritte näherten sich, begleitet von ächzendem Schnaufen und Naseschniefen. Dann wurde der Spalt immer größer, eine Tür öffnete sich, und Kasimir und Benjamin blickten auf die schauerlichste Gestalt, die sie je gesehen hatten: ein uralter, verschrumpelter Zwerg, der Ben kaum bis zur Schulter reichte. Er hatte eine zerrissene Hose an, sein Hemd war über und über mit Schmutzflecken und Spritzern von Tomatensoße bedeckt und einer seiner Hosenträger schleifte auf dem Boden, weil der Knopf fehlte. Der Zwerg hatte wild zerzaustes, graues Haar und so viele Falten im Gesicht, dass er aussah wie ein uralter Baum. Er hatte Augen und Mund aufgerissen, und Ben konnte mehr Zahnlücken als Zähne erkennen.

    »Aaaaaaaaaaaaaaarrrrgh!«, schrie der Zwerg.
    »Aaaaaaaaaaaaaaarrrrgh!«, schrien Ben und sein Teddy, und als der Zwerg davonlief, rannten auch sie aus dem Schrank, quer durch ein Zimmer, das sie noch nie gesehen hatten, und an einem Bett vorbei, in dem ein junger Zwerg lag und sich die Decke über den Kopf zog.
    »Da entlang!«, rief Kasimir und deutete auf eine Tür. Der alte Zwerg hatte mittlerweile seinen ganzen Mut zusammengenommen, griff nach einem Besen und fuchtelte damit in ihre Richtung.
    »Kschschsch«, machte er. »Ksch! Raus mit euch, furchtbare Kreaturen!« Aber genau das hatten der Junge und sein Knuddelbär ohnehin vor, und Ben stürmte durch die Tür nach draußen. Mit seinem Bären lief und lief er, immer weiter, aber irgendwann konnte Ben nicht mehr und blieb schnaufend stehen.
    (…)

Wie kleine Tiere schlafen gehen

Heute ist ein typischer verregneter Sonntag: die beste Zeit für Kuscheln und Lesen! Michael stellt den Titel „Wie kleine Tiere schlafen gehen“ von Marina Rachner und Anne-Kristin zur Brügge, erschienen bei Oetinger, vor:

Ein Standard-Rezept, wie man es seinem Kind leichter macht, in den Schlaf zu finden, gibt es leider nicht. Aber ich denke, „Wie kleine Tiere schlafen gehen“ ist auf jeden Fall ein Vorlesebuch, mit dem man gute Voraussetzungen für sanftes Schlummern schafft. Dafür gibt es zwei Gründe: Zum einen ist es ganz einfach ein liebenswertes Büchlein mit niedlichen Illustrationen und wunderschönen Reimen. Zum anderen etabliert es ein sinnvolles Einschlafritual – und Rituale sind, da kennt sich meine Kollegin Petra bestens aus, enorm wichtig für den kindgerechten Tagesablauf. Mir gefällt besonders, dass auf der letzten Doppelseite der Inhalt der vorhergehenden Seiten wiederholt wird.

Einziges Manko, das mir inhaltlich aufgefallen ist: Alle Tierkinder und auch das Mädchen am Schluss werden von nur einem Elternteil ins Bett gebracht. Das wird zwar in der Praxis oft so sein, aber zumindest in der letzten Bild-Text-Kombination wäre sicher auch Platz für eine zweite Bezugsperson gewesen.

Dennoch: eine unbedingte Empfehlung, weil so charmant und niedlich!

Bild CC0, © super-mapio / Pixabay

Das Rezensions-Exemplar stammt aus dem eigenen Fundus.
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Stimme pflegen – Auf gutes Werkzeug kommt es an

Ein Beitrag zum Thema „Vorlese-Stimme“ beim Vorlesen und Geschichtenerzählen von Petra:

Klar, jeder Schreiner achtet darauf, dass sein Sägeblatt scharf ist. Beim Erzählen von selbst erfundenen Geschichten oder Vorlesen von Kinderbüchern und Einschlafgeschichten ist es wichtig, dass auch Dein „Werkzeug“ ordentlich gepflegt und funktionstüchtig ist. Und was ist nun Dein wichtigstes Werkzeug? Natürlich Deine Stimme! Denn jede Geschichte wird kratzig und fad, wenn auch Deine Stimme kratzt oder Du kaum einen Ton herausbringst.

Aber wie geht das nun – die Stimme pflegen?

So banal es klingen mag: Erst mal ist es wichtig, dass Du richtig atmest. Übe das doch gleich. Schließe für einen Moment die Augen. Lege Deine Hände auf den Brustkorb. Dann konzentriere Dich darauf, ruhig und gleichmäßig ein und aus zu atmen. Nach einer halben Minute legst Du Deine Hände an die Seiten und schließlich auf den unteren Bauch. Spürst Du, wie sich all diese Bereiche beim Einatmen heben und beim Ausatmen senken? Gut so, denn das ist das Zeichen dafür, dass Dein Atem tief genug ist und Du ausreichend Luft zum Vorlesen oder Erzählen hast.

Ein weiterer Tipp zum Stimme pflegen: Summen! Durch das Summen machst Du sozusagen Muskeltraining. Denn dadurch wird Dein Zwerchfell, der große Muskel zwischen Brust- und Bauchraum, gestärkt. Das sollte er auch sein, denn durch seine Spannung „stützt“ er Deine Stimme.

Wie wäre es, wenn Du nach diesem Fitnesstraining für Deine Stimme gleich loslegst und Dir ein Buch schnappst? Zuhörer für eine Vorlesegeschichte findest Du sicherlich ruckzuck. Viel Spaß beim stimmgewaltigen Vorlesen und Erzählen!

Bild CC0, © Kadres / Pixabay