Die Weltsicht von Kindern

Einladung zum Rollentausch: Kinder laden uns täglich dazu ein, die Welt mit ihren Augen zu sehen. Petra hat ein schönes Erlebnis gehabt, das zeigt: Es lohnt sich und ist bereichernd, mit Kindern zu diskutieren und zu philosophieren!

Kürzlich habe ich im Zug folgendes Gespräch zwischen einer Mutter und ihrer etwa 4-jährigen Tochter aufgeschnappt. Tochter: „Mama, sind in Nussnougat-Creme eigentlich auch Vitamine?“ Mutter: „Ja, schon. Aber nur ganz wenig.“ Tochter: „Aha. Na, dann muss man eben ganz viel davon essen!“

Ich war von der schlauen Schlussfolgerung des Mädchens beeindruckt. Und ich bin mir sicher, dass sie auch zu anderen Fragen, die man sich einfach mal stellen sollte, eine Antwort hätte. Das ist die beste Grundlage, um gemeinsam zu philosophieren und sich zu erzählen, wie jeder die Welt so sieht. Dabei sollte es kein „richtig“ oder „falsch“ geben. Sondern ein „jeder hat auf seine Weise recht“. Ihr werdet sehen, wie bereichernd das ist!

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Badetag für Hasenkind

Petra stellt den Titel „Badetag für Hasenkind“ von Jörg Mühle, erschienen bei Moritz Verlag, vor:

Pappbilderbücher für die Jüngsten gibt es jede Menge. Doch ein besonders herausragendes ist „Badetag für Hasenkind“! Nicht nur, dass es an die Erlebniswelt von Kindern zwischen einem und zwei Jahren anknüpft – denn in diesem Alter ist das Baden ja wahrlich ein besonderes und spannendes Vergnügen. Es trifft den Nerv von Kleinkindern noch viel facettenreicher: Alle Seiten, auf denen es um Wasser geht, sind türkisblau. Die Seiten, auf denen die Geschichte dann im „Trockenen“ spielt, sind in einem warmen Gelb. Herrlich! Zudem besteht die Geschichte, die erzählt wird, pro Seite aus nicht mehr als drei Sätzen. Und trotzdem ist alles gesagt, was Kinder bei der entsprechenden Szene wissen müssen. Was noch heraussticht: Die Kinder werden auf jeder Seite mit einbezogen. Sie werden aufgefordert, nach dem Hasenkind zu rufen, dem Hasenkind die Augen zuzuhalten oder den Knopf des Föns zu drücken. Dadurch wird die Mini-Geschichte zum echten Mitmacherlebnis.

Die Illustrationen in dem Buch sind sparsam. Genau richtig also für die Allerjüngsten. Ich finde das Buch rundum gelungen. Eine echte Empfehlung für alle Eltern, Großeltern oder Erzieherinnen, die ein tolles Buch für Kleinkinder suchen!

Bild CC0, © 12019 / Pixabay

Jörg Mühle: Badetag für Hasenkind. Moritz Verlag 2017, 8,95 EUR
Das Rezensions-Exemplar stammt aus dem eigenen Fundus.
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Ein individuelles Bilderbuch lädt zum Erzählen ein

Ein Beitrag von Petra, der Lust aufs gemeinsame Basteln macht:

Bilderbücher begeistern schon die Jüngsten. Hier können sie erst Ente, Hund, Esel und Co. entdecken. Später finden sie in den Illustrationen zur Geschichte interessante Details und können anhand der Bilder die Geschichte leicht mitverfolgen und miterzählen. Wie spannend es aber ist, selbst Hauptperson einer Bilderbuchgeschichte zu sein! Das könnt Ihr ruckzuck verwirklichen. Sammelt Kinder- und Familienfotos, z. B. von einer Urlaubsreise oder einfach von alltäglichen Situationen. Klebt  jedes Foto auf einen festen Tonkarton – gerne in unterschiedlichsten Farben! Locht  die Blätter anschließend und verbindet die Seiten mit zwei Schlüsselringen. Fertig ist das ganz persönliche, individuelle Bilderbuch. Bestimmt fallen den Kindern und Euch Seite um Seite die spannendsten Geschichten ein, die Ihr Euch gemeinsam erzählen könnt.

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Mitgemacht statt stillgesessen

Ein Beitrag von Petra zum Thema „Nun bleib doch sitzen!“ beim Vorlesen und Geschichtenerzählen:

Einschlafgeschichten, Kuschelgeschichten oder einfach nur Geschichten für zwischendurch: Geschichten vorgelesen oder erzählt zu bekommen, ist ein wunderbares Ritual, das Kinder lieben. Ihr könnt bei Kindern kaum zu früh damit anfangen. Gut, die Allerjüngsten bis zwei Jahren sollten besser gemeinsam mit Euch in einfachen Bilderbüchern blättern und Dinge mit Eurer Hilfe benennen. Doch schon ab zwei Jahren kann Vorlesen eine wunderbare Intensivaktion sein.

Was Ihr hier beachten solltet: Besonders für Kleinkinder ist es wichtig, dass Vorlesen nicht langes Stillsitzen bedeutet. Stattdessen sollten Kinder beim Zuhören aktiv werden dürfen. Macht also am besten nach zwei Sätzen eine kleine Pause und bindet die Kinder mit ein. Fordert zum Mitmachen passend zur Geschichte auf, z. B.: „Kannst du auch winken, so wie der Zwerg?“, „Hüpf doch mal wie der Frosch aus der Geschichte!“ oder „Zeig mal, wie du mit dem Kopf wackeln kannst.“

So wird das Kind Mitakteur der Geschichte und Geschichtenlauschen und –erleben wird zum schönsten Ritual für alle!

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