„Gucken verboten!“ – Buchbesprechung

Petra stellt den Titel „Gucken verboten! Das (fast) geheime Aufklärungsbuch“ vor. Es ist geschrieben von Ilona Einwohlt, illustriert von Katharina Vöhringer und erschienen bei FISCHER Sauerländer:

Mit Erwachsenen über Pubertät, Sex und Co. zu sprechen, ist ziemlich megapeinlich! Und doch sind all das Themen, die älteren Kindern und Jugendlichen – verständlicherweise – unter den Nägeln brennen. Und mal ehrlich: Im Sexualkundeunterricht in der Schule geht es ja auch meist vor allem um biologische Fakten.

In „Gucken verboten!“ wird auf ansprechende Weise Klartext gesprochen. Damit das ganz und gar nicht peinlich daherkommt, ist alles in eine glaubwürdige und nachvollziehbare Geschichte gepackt und mit witzigen Illustrationen und Kritzeleien aufgepeppt.

Pia und Paul – beide knapp 12 Jahre und beste Freunde seit Kindergartentagen – beschließen, abwechselnd in ein Tagebuch zu schreiben: Offen, ehrlich und direkt. Dabei erzählen die beiden ganz nebenbei, was bei ihnen gerade in der Familie los ist, was sie beschäftigt und was ihren Alltag ausmacht. Im Mittelpunkt stehen dann all die vielen Fragen, die die beiden rund um Sexualität haben.

„Echte Fragen traut sich keiner.
Echte Antworten erst recht nicht.“

Und genau das versucht das Buch „Gucken verboten!“ zu ändern! Hier fragen Pia und Paul, ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen: Was ist ein „feuchter Traum“? Was ist ein Orgasmus? Wo kommen plötzlich die Pickel her? Wie benutzt man ein Tampon? Und sie finden verständliche Antworten darauf, die direkt im Text oder in den Illus dazwischen auftauchen.

Was besonders positiv auffällt: Das Buch kommt weitgehend ohne Klischees aus oder stellt sie ganz bewusst in Frage. Und: Auch Vielfalt hat hier Platz! In Illustrationen und Text tauchen ganz selbstverständlich dünne, dicke, schwarze, weiße, homosexuelle oder heterosexuelle Menschen und Beispiele auf.

Fazit: Ein rundum-Aufklärungsbuch, das Spaß macht!

Ilona Einwohlt, Katharina Vöhringer: Gucken verboten! Das (fast) geheime Aufklärungsbuch. FISCHER Sauerländer 2017, 15 EUR

Das Rezensions-Exemplar wurde freundlicherweise von FISCHER Sauerländer zur Verfügung gestellt.
Bild CC0, © Zenofotok / Pixabay
(Klick aufs Bild öffnet Partnerlink zum Buch auf Amazon)

„Aquila“ – Buchbesprechung

Petra stellt den Titel „Aquila“ von Ursula Poznanski, erschienen bei Loewe Verlag, vor. Zuerst die Verlagsinfo zum Inhalt:

‚Ohne Erinnerung an die letzten zwei Tage streift die Studentin Nika durch Siena. Sie vermisst ihr Handy, ihre Schlüssel und ihren Pass. Mitbewohnerin Jennifer ist ebenfalls verschwunden. Dafür steckt in Nikas Hosentasche ein Zettel mit mysteriösen Botschaften und Anweisungen.

Das Blut ist nicht deines.
Du weißt, wo das Wasser am dunkelsten ist.
Halte dich fern von Adler und Einhorn …

Welchen Sinn soll das ergeben? Und was, zum Teufel, ist geschehen zwischen Samstagabend und Dienstagmorgen?‘

Meine Meinung:

Ich muss zugeben, ich bin ein echter Fan der österreichischen Autorin Ursula Poznanski! Darum stand es außer Frage, dass ich dieses Buch lesen musste. Meine erste Hürde war dann allerdings das Cover, das mich nicht besonders angesprochen hat. Dafür hat die Geschichte zwischen den Buchdeckeln mich umso mehr gefesselt. Die Autorin dosiert Spannung, Wendepunkte und italienisches Lebensgefühl und Lokalkolorit genau richtig für jugendliche Leser und Leserinnen. Man fiebert unweigerlich mit der Protagonistin mit, die verzweifelt versucht, das Geheimnis um die Zeit, an die sie keine Erinnerung mehr hat, zu lüften.

An manchen Stellen war mir als Erwachsene das Erzähltempo etwas zu langsam – und die Entscheidungen der jungen Studentin Nika zu willkürlich. Doch im Gesamtpaket schaffte die Autorin Poznanski es, dass ich das Buch tatsächlich erst zur Seite legen konnte, als ich endlich wusste, wie die Geschichte ausgeht.

Fazit: Ein spannender Jugendthriller für alle, die den Thrill und Italien lieben!

Foto: privat

Ursula Poznansik: Aquila. Loewe Verlag 2017, 16,95 EUR
Das Rezensions-Exemplar stammt aus dem eigenen Fundus.
(Klick aufs Bild öffnet Partnerlink zum Buch auf Amazon)

„Ein verrückter Sommer“ – Buchbesprechung

„Ein verrückter Sommer“

Petra stellt den Titel „Ein verrückter Sommer“ von Annette Weber, erschienen in der Reihe „Lass mal lesen!“ beim Verlag an der Ruhr, vor:

Wie schafft man es, Jugendlichen, die Schwierigkeiten beim Lesen haben, Lust auf ein Buch zu machen? Mit diesen Kurzgeschichten! Die Geschichten sind eigentlich als Schullektüre konzipiert, passen aber auch gut in jeden Bücherschrank von Jugendlichen zu Hause. Die Aufgaben zu den Geschichten können dann ja einfach überblättert werden 🙂

Wenn das Lesen nicht so leicht fällt, braucht es überschaubare, aber interessante und altersgerechte Texte. Der Autorin ist es gelungen, Geschichten zu erzählen, die die Jugendlichen „abholen“ und die eng an der Realität anknüpfen – ganz ohne erhobenem Zeigefinger. Am besten gefällt mir gleich die erste Geschichte, in der ein Junge echt keinen Bock auf Englisch hat und auch keine Ahnung, warum er überhaupt Vokabeln pauken soll. An einem Fahrkartenschalter am Bahnhof erlebt er dann, wie er seine Englischkenntnisse plötzlich gut gebrauchen kann. Und wie er am Ende richtig stolz auf sich sein kann.

Einziger Kritikpunkt: Der Titel verspricht Geschichten, die nach Urlaub und Sonne „schmecken“. Allerdings stehen die Themen Ferien und Urlaub nur bei einigen Geschichten im Vordergrund. Es ist also zwar ein Buch, in dem die Geschichten auf dem ersten Blick im Sommer spielen, die aber durchaus das gesamte Jahr über gelesen werden können. Aus meiner Sicht sehr empfehlenswert!

Annette Weber: Ein verrückter Sommer. Verlag an der Ruhr 2017, 6,99 EUR

Das Rezensions-Exemplar wurde freundlicherweise vom Verlag an der Ruhr zur Verfügung gestellt.

Bild CC0, © 3dman_eu / Pixabay


Welches Buch würdet Ihr mitnehmen?

Palmen, Sonne, Strand und … ja, was? Ein Buch natürlich! Aber welches? Petra ist der Meinung, dass man sich da nicht festlegen muss …

Sicherlich kennt Ihr die Frage, was Ihr mitnehmen würdet, wenn Ihr auf eine einsame Insel reisen würdet. Ich stelle die Frage mal noch konkreter: Wenn Ihr Euch auf eine lange Reise machen würdet, welches Buch oder welche Bücher würdet Ihr einpacken? Ich könnte die Frage nicht so einfach beantworten. Dazu habe ich zu viele wirklich gute, bewegende Bücher gelesen. Derzeit mag ich gerne Generationenromane und Thriller. Aber ich bin auch schon in historische Welten eingetaucht oder habe mich auf Utopien eingelassen. Außerdem lese ich – auch wenn ich dafür scheinbar zu alt bin – gerne Kinderbücher. Das ist bei mir meist eine Frage der Stimmung. Und weil die Stimmung auf einer Reise vermutlich immer mal wechselt, müsste ich mindestens ein Buch aus den unterschiedlichsten Genres dabei haben. Und welches Buch würde man in Euren Koffern finden?

Bild CC0, © congerdesign / Pixabay