Geschichten fördern mehr als „nur“ die Phantasie!

„Eltern, die vorlesen, leisten einen zentralen Beitrag zu einer ganzheitlichen Erziehung ihrer Kinder. Sie fördern kognitive, emotionale und soziale Kompetenzen. Damit tragen sie dazu bei, dass Kinder und Jugendliche sich zu vielseitig interessierten, aktiven und offenen Menschen entwickeln.“ – Das ist das Fazit der Vorlesestudie 2011 von „Stiftung Lesen“, dem ich mich nur anschließen kann.

Ich habe erlebt, dass Kinder, die mit Geschichten groß geworden sind, schneller eine Idee davon haben, wie sie mit anderen Kindern in Kontakt kommen können. Kinder können durch gute Geschichten Handlungsstrategien entwickeln, wie sie den nächsten Streit vielleicht besser lösen können.

Und Kinder tauchen in so unterschiedliche Welten beim Lauschen von Geschichten ein, dass sie dadurch erleben, wie bunt und vielfältig auch die reale Welt ist. Braucht Ihr noch mehr Argumente, warum Ihr – am besten jetzt gleich – eine Geschichte erzählen oder vorlesen sollt?

Wir wünschen höchst vergnügliche Lerneffekte!

Vorweihnachtszeit ist Geschichtenzeit!

In den Tagen und Wochen vor Weihnachten werden in Familien traditionell mehr Geschichten erzählt oder vorgelesen als zu anderen Zeiten im Jahr. Draußen ist es schon nachmittags dunkel und auf dem Sofa dann umso mehr gemütlich. Wie ist das bei euch? Haben in eurer Familie vor Weihnachten Geschichten auch Hochkonjunktur?

Vielleicht traut ihr euch in diesem Tagen ja mal, frei von jedem gedruckten Text an eine Geschichte heran. Denn gerade in der Vorweihnachtszeit gibt es besonders viele Erzählanlässe. Wie war es auf dem Weihnachtsmarkt? Welche Geschichte fällt euch zum Thema „Weihnachtsmann“, „Erster Schnee“ oder „Plätzchenbacken“ ein? Na, habt ihr euren Geschichten-Erfindungs-Motor schon angeworfen?

Viel Spaß beim weihnachtlichen Geschichten erfinden und erzählen!

Bild © Alexander Raths / fotolia

 

„Gucken verboten!“ – Buchbesprechung

Petra stellt den Titel „Gucken verboten! Das (fast) geheime Aufklärungsbuch“ vor. Es ist geschrieben von Ilona Einwohlt, illustriert von Katharina Vöhringer und erschienen bei FISCHER Sauerländer:

Mit Erwachsenen über Pubertät, Sex und Co. zu sprechen, ist ziemlich megapeinlich! Und doch sind all das Themen, die älteren Kindern und Jugendlichen – verständlicherweise – unter den Nägeln brennen. Und mal ehrlich: Im Sexualkundeunterricht in der Schule geht es ja auch meist vor allem um biologische Fakten.

In „Gucken verboten!“ wird auf ansprechende Weise Klartext gesprochen. Damit das ganz und gar nicht peinlich daherkommt, ist alles in eine glaubwürdige und nachvollziehbare Geschichte gepackt und mit witzigen Illustrationen und Kritzeleien aufgepeppt.

Pia und Paul – beide knapp 12 Jahre und beste Freunde seit Kindergartentagen – beschließen, abwechselnd in ein Tagebuch zu schreiben: Offen, ehrlich und direkt. Dabei erzählen die beiden ganz nebenbei, was bei ihnen gerade in der Familie los ist, was sie beschäftigt und was ihren Alltag ausmacht. Im Mittelpunkt stehen dann all die vielen Fragen, die die beiden rund um Sexualität haben.

„Echte Fragen traut sich keiner.
Echte Antworten erst recht nicht.“

Und genau das versucht das Buch „Gucken verboten!“ zu ändern! Hier fragen Pia und Paul, ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen: Was ist ein „feuchter Traum“? Was ist ein Orgasmus? Wo kommen plötzlich die Pickel her? Wie benutzt man ein Tampon? Und sie finden verständliche Antworten darauf, die direkt im Text oder in den Illus dazwischen auftauchen.

Was besonders positiv auffällt: Das Buch kommt weitgehend ohne Klischees aus oder stellt sie ganz bewusst in Frage. Und: Auch Vielfalt hat hier Platz! In Illustrationen und Text tauchen ganz selbstverständlich dünne, dicke, schwarze, weiße, homosexuelle oder heterosexuelle Menschen und Beispiele auf.

Fazit: Ein rundum-Aufklärungsbuch, das Spaß macht!

Ilona Einwohlt, Katharina Vöhringer: Gucken verboten! Das (fast) geheime Aufklärungsbuch. FISCHER Sauerländer 2017, 15 EUR

Das Rezensions-Exemplar wurde freundlicherweise von FISCHER Sauerländer zur Verfügung gestellt.
Bild CC0, © Zenofotok / Pixabay
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Papas: ran ans Buch!

Vorlesen ist ziemlich häufig „Mama-Sache“: Eine Umfrage bei Statista zeigt, dass mehr als die Hälfte der befragten Väter „keine Zeit zum Vorlesen“ hat…

Fragt man Papas, so werden meist die gleichen Gründe angegeben, warum sich Väter fürs Vorlesen nicht allzu sehr zuständig fühlen:

Sie haben aus Berufsgründen Zeitmangel, sie denken, dass die Kinder eh an die Mama als Vorleserin gewöhnt sind – und überhaupt: Ist das denn wirklich  so wichtig mit dem Vorlesen?

Wir finden finde das ziemlich schade, denn Vorlesen wirkt beziehungsstärkend! Gemeinsam in eine Geschichte eintauchen und in gemütlicher Umgebung das Gefühl von Geborgenheit vermitteln: Das ist ein megatolles Erlebnis für Kinder – und ihre Väter.

Ein Tipp für alle Papas, die nun überzeugt sind – oder es auch vorher schon waren: Guten Vorlesestoff findet Ihr hier auf dieser Seite unter der Rubrik „Empfehlungen“ oder „Unsere Bücher“. Viel Spaß beim gemeinsamen Erleben von Geschichten!

Bild  © granata68 / fotolia

 

Vertellis – Spiele-Rezension

Petra stellt das Spiel „Vertellis“ von Vertellis B.V., Velsen-Zuid, Niederlande, vor:

Kann ein Spiel glücklich machen? Ja! Vertellis kann das. Denn es schafft, was heute so oft verloren geht: Es bringt Menschen miteinander in Kontakt.

Vertellis spielen heißt: echte Qualitätszeit miteinander zu verbringen und sich gegenseitig so richtig zuzuhören.

Erst mal die „Äußerlichkeiten“: Vertellis ist ein Spiel, das aus Fragekarten besteht. Die Karten sind in einer schönen, hochwertigen, quadratischen Schachtel verpackt, die man mit Freude anfasst und aufklappt. Auf dem Deckel glänzen zwei zu einem Herz ineinander geschlungene, silberne Fragezeichen, die neugierig machen.

Und nun die „inneren Werte“: Vier junge Menschen aus Holland haben sich die 46 Fragen ausgedacht, die in die Tiefe gehen und zum Nachdenken und sich Mitteilen anregen. Es werden mehrere Runden gespielt, in denen entweder die Fragen beantwortet werden oder geraten wird, was ein anderer Mitspieler oder eine andere Mitspielerin auf die Frage wohl antworten würde.

Rückblickend: „Wofür bist du am meisten dankbar?“
Vorausblickend: „Was wirst du zum ersten Mal in deinem Leben machen?“

Hier wird also nicht übers Wetter „gesmalltalkt“, sondern über Gefühle und Gedanken gesprochen. Und jede und jeder wird dazu inspiriert, sich Zeit zum Nachdenken zu nehmen. Wofür ich definitiv dankbar bin: Für die wunderbare Zeit, die ich gemeinsam mit Freunden beim Vertellis-Spielen verbracht habe !

Vertellis heißt übrigens „Erzähl uns mehr“ und ist ein Spiel, das irgendwie wie geschaffen für unsere Geschichten-Planet-Idee ist!

Vertellis, Vertellis B.V., ca. 17,95 EUR

Das Rezensions-Exemplar wurde freundlicherweise von Vertellis B.V. zur Verfügung gestellt.

(Klick auf Vorschau öffnet Partnerlink zu vertellis.de)

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Der Geschichten-Anfang der Woche

Der Geschichtenanfang der Woche: Junita erobert sich die Welt

Es war nicht so, dass es Junita langweilig gewesen wäre. Es war auch nicht so, dass sie schon immer eine große Entdeckerin sein wollte. Und schon gar nicht war es so, dass sie jemand losgeschickt hätte. Aber dennoch, ohne Vorwarnung und große Pläne, geschah es: Eines Tages machte sich Junita auf den Weg, um die Welt zu erforschen. Als erstes…

Was denkt Ihr – was macht Junita als erstes? Und wie geht es dann anschließend weiter?

Hört den Geschichten-Anfang der Woche auch auf itunes:

https://itunes.apple.com/de/podcast/der-geschichten-anfang-der-woche/id1291387251?mt=2

… oder bei soundcloud:

Bild © Sunny studio / Pixabay

Teil einer anderen Welt auf Zeit

Kinder lieben es, sich zu verkleiden. Darum ist für sie Fasching, Karneval oder Fastnacht eine wunderbare Gelegenheit, in eine andere Rolle zu schlüpfen und so als Hauptperson in eine andere Welt einzutauchen. Das klappt übrigens auch mit Geschichten. Denn hier wird das Kopfkino angeworfen: Schwups – schon ist man selbst ein mutiger Ritter, ein superstarkes Mädchen oder ein gefährlicher Räuber. Toll! Und das beste daran, ist, dass diese Rolle dann im Kopf weiterspinnen kann. Ein bisschen also wie beim Verkleiden in der närrischen Zeit.

Und Kinder brauchen das gesamte Jahr über die Möglichkeit, sich in anderen Rollen ausprobieren zu dürfen. Also her mit den Geschichten, bei denen man in andere Rollen schlüpft!

Bild CC0, © terimakasih0 / Pixabay

 

„Erzähl doch mal was zum Lachen!“

Wann habt Ihr Euch das letzte Mal so richtig kringelig und scheckig gelacht? Mal ehrlich: Das passiert uns Erwachsenen nicht mehr allzu oft. Kinder lachen erwiesenermaßen viel häufiger (und meist ausgelassener) als Erwachsene. Schade eigentlich! Denn auch uns Erwachsenen würde mehr Lachen gut tun.

Wissenschaftler haben herausgefunden, dass beim Lachen über 100 Muskeln beteiligt sind. Unser Körper wird dabei mit messbar mehr Sauerstoff versorgt und unsere Bronchen werden durchlüftet. Außerdem macht Lachen glücklich, denn beim Lachen wird Serotonin, das bekannte Glückshormon, ausgeschüttet. Grund genug, genau heute unbedingt noch eine lustige Geschichte zu erzählen oder vorzulesen. Stöbert mal in eurem Bücherschrank oder lasst die Kinder aussuchen. Hauptsache, es gibt heute noch was zum Lachen!

Bild © drubig-photo / fotolia

Der Geschichten-Anfang der Woche

Der Geschichtenanfang der Woche: Lilli als Schildkrötenretterin

„Guten Morgen, ihr Lieben!“ Wie jeden Tag begrüßte Lilli ihre Schildkröten überschwänglich. Sie hatte schon ein paar Blätter knackfrischen, leuchtend grünen Salat fürs Schildkrötenfrühstück in einer Hand. Mit dem Zeigefinger der anderen deutet sie der Reihe nach auf ihre gepanzerten Freunde. Auch an diesem Morgen begann sie mit ihrem Zählritual, obwohl natürlich keines der Tiere fehlen konnte. „Eins, zwei, drei, vier …“ Lilli stutzte. Eine ihrer Schildkröten fehlte!

Was denkt Ihr – ist die Schildkröte wirklich weg? Und wenn ja, wo ist sie hin?

Hört den Geschichten-Anfang der Woche auch auf itunes:

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… oder bei soundcloud:

Bild CC0, © esiul / Pixabay

Der Geschichten-Anfang der Woche

Der Geschichtenanfang der Woche: Kim ändert was.

Jetzt reichte es aber! Die ganze letzte Ferienwoche war verregnet, ihre Freunde waren in Urlaub – und nur für Kim war ein Tag wie der andere. Doch sie war zum Glück ein Mädchen, das die Dinge selbst in die Hand nahm. „Heute wird der beste Tag werden, den ich je erlebt habe!“, rief Kim und klatschte in die Hände.

Was denkt Ihr – was wird sich Kim ausgedacht haben?

Hört den Geschichten-Anfang der Woche auch auf itunes:

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Bild CC0, © maggavel / Pixabay