Fernsehen statt Buch – die Lebenswirklichkeit von Kleinkindern?

„Nichts ist beständiger als der Wandel.“ – Da hatte der Philosoph Heraklit von Ephesus, dem dieses Zitat zugeschrieben wird, sicherlich recht. Doch manchmal möchte ich den Wandel gerne mit bloßen Händen unter Aufbringung all meiner Kräfte aufhalten. Beispielsweise, wenn ich mir die aktuelle miniKIM Studie (Kleinkinder und Medien) des Medienpädagogischen Forschungsverbundes Südwest ansehe. Zusammenfassend liest man dort:

„Medien spielen im Alltag von Kindern eine große Rolle, auch Mädchen und Jungen im Vorschulalter wachsen keineswegs medienfern auf. Bei der Mediennutzung von Zwei- bis Fünfjährigen spielen besonders das Fernsehen und (Bilder-)Bücher eine zentrale Rolle. Fast die Hälfte der Kinder dieser Altersgruppe (44 %) sieht jeden oder fast jeden Tag fern, 43 Prozent beschäftigen sich (fast) täglich mit einem Buch. Im Altersverlauf zeigt sich eine deutliche Verschiebung der Präferenzen: Während für die Mehrheit der Zwei- bis Dreijährigen Bücher unverzichtbar sind, ist für die Vier- und Fünfjährigen das Fernsehen das wichtigste Medium.“ (http://www.mpfs.de/studien/minikim-studie/2014)

Gut, gegen die „Sendung mit der Maus“ oder das „Sandmännchen“ ist sicherlich grundsätzlich nicht einzuwenden. Aber auch nicht dagegen, jeden Tag ein Buch in den Hand zu nehmen, vorgelesen zu bekommen, selbst darin zu blättern. Täglich. Mindestens einmal. Ohne konservativ erscheinen zu wollen: Wäre das nicht etwas Gutes, das bewahrt werden sollte?

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Ja, ist denn das normal?

Kürzlich habe ich das Gespräch eines Mannes und einer Frau in der U-Bahn mitverfolgt. Irgendwann fiel der Satz: „Es gibt immer mehr Alleinerziehenden-Familien, Multikulti-Familien und nur noch wenige normale Familien.“

Der Satz ließ mich wirklich zusammenzucken. Was ist denn eine normale Familie? Und ist eine Ein-Vater-Familie, eine Familie mit zwei Müttern oder eine Patchwork-Familie nicht normal? Was ist die Norm? Und wer legt sie fest?

Das Statistische Bundesamt hat in einer Erhebung kürzlich festgestellt, dass zwar Familien, die aus in einer Ehe lebenden Eltern mit Kindern besteht, noch am meisten repräsentiert sind. Gleichzeitig stieg in den letzten Jahrzehnten die Zahl vielfältiger Familienformen enorm an. Ich finde: Wichtig ist, dass Kinder einen Ort haben, an dem sie geborgen und sicher aufwachsen. An dem sie sich zurückziehen können. An dem Geschichten vorgelesen und gemeinsam gespielt wird. Das ist Familie. Das ist normal und wertvoll. Und wer dazugehört, ist keine fixe Größe. Punkt.

Wir wünschen ein fantastisches 2018!

Bald ist es soweit – und wir begrüßen ein ganz neues, frisches Jahr:
365 unbeschriebene Blätter, 12 Kapitel unserer Lebensgeschichte.

Für uns, die Macher von Geschichten-Planet.de, wird es mit Sicherheit ein aufregendes Jahr. Wir haben ein paar Neuigkeiten in petto und freuen uns, wenn Ihr uns weiter begleitet.

Wir wünschen Euch ein 2018, das genauso wird, wie Ihr es Euch erhofft.
Und: bleibt fantasievoll, bleibt neugierig, bleibt voller guter Geschichten!

Petra und Michael von Geschichten-Planet.de

Wir wünschen Frohe Weihnachten!

Bald ist es soweit – Weihnachten!

Die Macher von Geschichten-Planet wünschen Euch gesegnete Festtage,
wundervolle Momente mit Euren Lieben – und natürlich viele gute Bücher
unterm Baum.

Wir danken Euch für ein spannendes erstes Jahr und freuen uns schon
auf viele gute Geschichten in 2018.

Die besten Wünsche!
Petra und Michael

Deine Mimik und Gestik erzählen Geschichten!

Wenn Du eine Geschichte erzählst, dann sind Deine Zuhörer nicht nur Hörende, sondern eigentlich „Zuschauer“. Denn sie verfolgen, was und wie Du erzählst, gespannt mit ihren Augen. Trau Dich also und lass Deinen ganzen Körper miterzählen.

Leg einen Finger an die Lippen, wenn es in der Geschichte plötzlich leise wird. Reiße die Augen auf, wenn sich Dein Geschichtenheld erschreckt. Pfeife, wenn eine Figur in Deiner Geschichte gerade auch pfeift. Zeige, wie groß der Riese ist oder wie winzig der Zwerg. So wird die von Dir erzählte Geschichte zum Wow-Erlebnis für alle Zuhörer!

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Geschichten fördern mehr als „nur“ die Phantasie!

„Eltern, die vorlesen, leisten einen zentralen Beitrag zu einer ganzheitlichen Erziehung ihrer Kinder. Sie fördern kognitive, emotionale und soziale Kompetenzen. Damit tragen sie dazu bei, dass Kinder und Jugendliche sich zu vielseitig interessierten, aktiven und offenen Menschen entwickeln.“ – Das ist das Fazit der Vorlesestudie 2011 von „Stiftung Lesen“, dem ich mich nur anschließen kann.

Ich habe erlebt, dass Kinder, die mit Geschichten groß geworden sind, schneller eine Idee davon haben, wie sie mit anderen Kindern in Kontakt kommen können. Kinder können durch gute Geschichten Handlungsstrategien entwickeln, wie sie den nächsten Streit vielleicht besser lösen können.

Und Kinder tauchen in so unterschiedliche Welten beim Lauschen von Geschichten ein, dass sie dadurch erleben, wie bunt und vielfältig auch die reale Welt ist. Braucht Ihr noch mehr Argumente, warum Ihr – am besten jetzt gleich – eine Geschichte erzählen oder vorlesen sollt?

Wir wünschen höchst vergnügliche Lerneffekte!

Petra und der Superstar

Was haben die Geschichten-Planet Autorin Petra Bartoli y Eckert und die DSDS-Gewinnerin von 2004, Elli Erl, gemeinsam? Ganz klar: ein Buch!

Petra hat gemeinsam mit Elli den autobiographischen Roman „Gecastet“ geschrieben und darin ihre Erlebnisse auf dem Weg zum Superstar und in der Zeit danach beschrieben. In der Mittelbayerischen Zeitung vom 18. August 2017 erzählt Elli, was sie heute macht und wie es – neben ihrem Beruf als Lehrerin – mit ihr und der Musik weitergeht.

Was uns natürlich besonders freut, ist folgende Textpassage aus dem Artikel:
Zuerst war Elli skeptisch. „Ein Buch schreiben? Eigentlich bin ich Musikerin und Lehrerin.“ Doch mit der Hilfe einer Co-Autorin (Anm.: Gemeint ist Petra) machte das Ganze „sau viel Spaß“. Im Rahmen einer Partnerschaft mit einer Schule in Nambia (Anm.: Gemeint ist Namibia) stellte Elli in den Osterferien 2013 ihr Buch dort in einer deutschen Schule vor. In dem afrikanischen Land wurde „Gecastet“ fest in den Lehrplan für Deutsch als Fremdsprache aufgenommen, erzählt Elli stolz.

Für den Deutschunterricht, aber auch zum Selberlesen für Jugendliche ab 13 Jahren, gibt dieses Buch hoch interessante Einblicke hinter die Kulissen einer Castingshow – und zeigt, was es wirklich mit dem schnellen Ruhm auf sich hat.

Bild Mikrofon: CC0, © mastermind76 / Pixabay
Bild MZ: privat
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