Wie kleine Tiere schlafen gehen

Heute ist ein typischer verregneter Sonntag: die beste Zeit für Kuscheln und Lesen! Michael stellt den Titel „Wie kleine Tiere schlafen gehen“ von Marina Rachner und Anne-Kristin zur Brügge, erschienen bei Oetinger, vor:

Ein Standard-Rezept, wie man es seinem Kind leichter macht, in den Schlaf zu finden, gibt es leider nicht. Aber ich denke, „Wie kleine Tiere schlafen gehen“ ist auf jeden Fall ein Vorlesebuch, mit dem man gute Voraussetzungen für sanftes Schlummern schafft. Dafür gibt es zwei Gründe: Zum einen ist es ganz einfach ein liebenswertes Büchlein mit niedlichen Illustrationen und wunderschönen Reimen. Zum anderen etabliert es ein sinnvolles Einschlafritual – und Rituale sind, da kennt sich meine Kollegin Petra bestens aus, enorm wichtig für den kindgerechten Tagesablauf. Mir gefällt besonders, dass auf der letzten Doppelseite der Inhalt der vorhergehenden Seiten wiederholt wird.

Einziges Manko, das mir inhaltlich aufgefallen ist: Alle Tierkinder und auch das Mädchen am Schluss werden von nur einem Elternteil ins Bett gebracht. Das wird zwar in der Praxis oft so sein, aber zumindest in der letzten Bild-Text-Kombination wäre sicher auch Platz für eine zweite Bezugsperson gewesen.

Dennoch: eine unbedingte Empfehlung, weil so charmant und niedlich!

Bild CC0, © super-mapio / Pixabay

Das Rezensions-Exemplar stammt aus dem eigenen Fundus.
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Stimme pflegen – Auf gutes Werkzeug kommt es an

Ein Beitrag zum Thema „Vorlese-Stimme“ beim Vorlesen und Geschichtenerzählen von Petra:

Klar, jeder Schreiner achtet darauf, dass sein Sägeblatt scharf ist. Beim Erzählen von selbst erfundenen Geschichten oder Vorlesen von Kinderbüchern und Einschlafgeschichten ist es wichtig, dass auch Dein „Werkzeug“ ordentlich gepflegt und funktionstüchtig ist. Und was ist nun Dein wichtigstes Werkzeug? Natürlich Deine Stimme! Denn jede Geschichte wird kratzig und fad, wenn auch Deine Stimme kratzt oder Du kaum einen Ton herausbringst.

Aber wie geht das nun – die Stimme pflegen?

So banal es klingen mag: Erst mal ist es wichtig, dass Du richtig atmest. Übe das doch gleich. Schließe für einen Moment die Augen. Lege Deine Hände auf den Brustkorb. Dann konzentriere Dich darauf, ruhig und gleichmäßig ein und aus zu atmen. Nach einer halben Minute legst Du Deine Hände an die Seiten und schließlich auf den unteren Bauch. Spürst Du, wie sich all diese Bereiche beim Einatmen heben und beim Ausatmen senken? Gut so, denn das ist das Zeichen dafür, dass Dein Atem tief genug ist und Du ausreichend Luft zum Vorlesen oder Erzählen hast.

Ein weiterer Tipp zum Stimme pflegen: Summen! Durch das Summen machst Du sozusagen Muskeltraining. Denn dadurch wird Dein Zwerchfell, der große Muskel zwischen Brust- und Bauchraum, gestärkt. Das sollte er auch sein, denn durch seine Spannung „stützt“ er Deine Stimme.

Wie wäre es, wenn Du nach diesem Fitnesstraining für Deine Stimme gleich loslegst und Dir ein Buch schnappst? Zuhörer für eine Vorlesegeschichte findest Du sicherlich ruckzuck. Viel Spaß beim stimmgewaltigen Vorlesen und Erzählen!

Bild CC0, © Kadres / Pixabay