Wer (zu-) hören will, muss fühlen

Wenn eine Geschichte so richtig mitreißt, knabbern Kinder vor Aufregung an ihren Fingerknöcheln, schlagen sich erschrocken die Hand vor den Mund oder rutschen in Erwartung darauf, was als nächstes passiert, hibbelig hin und her. Das alles passiert, weil die Kinder dann mitfühlen. Das, was sie hören, zaubert nicht nur Bilder in ihren Kopf. Es löst auch Emotionen aus.

Eine richtig gute Geschichte braucht also nicht nur gute Beschreibungen, interessante Schauplätze und greifbare Figuren, die man sich gut vorstellen kann. Sie braucht vor allem auch Momente, die „mitnehmen“. Gerade starke Gefühle, wie Angst, Begeisterung, Stolz, Schrecken oder Aufregung werden von Kindern – aber auch von erwachsenen Geschichtenhörern – während einer Geschichte richtiggehend durchlebt.

Deshalb ist es auch so wichtig, dass Geschichten langsam erzählt werden. So können Gefühle erst entstehen und sich dann ausbreiten. Außerdem ist es natürlich von großer Bedeutung, dass Geschichten für Kinder gut ausgehen. Denn das Gefühlskarussell muss am Ende ja auch wieder zum Stillstand kommen. Wann hat Euch eine Geschichte einmal so richtig gepackt?

Bild © pic-tours / fotolia

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